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Nordwestmecklenburg Massenkarambolage im Sandsturm: zehn Tote, 97 Verletzt
Lokales Nordwestmecklenburg Massenkarambolage im Sandsturm: zehn Tote, 97 Verletzt
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14:05 08.01.2013
Feuerwehrleute sind am Freitag auf der Autobahn A19 bei Kavelstorf in der Nähe von Rostock bei einer Massenkarambolage mit Mundschutz im Einsatz. Quelle: dpa

Bei einer Massenkarambolage in einem Sandsturm sind am Freitag auf der A19 (Berlin-Rostock) nahe Rostock zehn Menschen ums Leben gekommen. 97 weitere seien verletzt worden, sagte eine Sprecherin des Landkreises Bad Doberan. Rund 20 Autos fingen Feuer, darunter ein Gefahrguttransporter. Die Feuerwehr brauchte mehrere Stunden, um die Flammen zu löschen. Rettungswagen und Hubschrauber brachten rund 40 Verletzte in umliegende Kliniken. Nach Angaben der Krankenhausleitungen erlitten die Opfer vor allem Knochenbrüche, Prellungen, Stauchungen und Schädel-Hirn-Verletzungen.

Der Unfall ereignete sich 12.50 Uhr zwischen den Anschlussstellen Kavelstorf und Laage. Rund 80 Autos rasten in beiden Fahrtrichtungen ineinander, wie die Polizei mitteilte. Ein dpa-Reporter am Unfallort berichtete , die Autos seien regelrecht ineinandergeschoben, sie müssten mit hoher Geschwindigkeit aufeinandergerast sein. Ein Mitarbeiter der Ostseewelle sagte im Fernsehsender n-tv: „Es sieht aus wie nach einem Bombenangriff.“

Die im beginnenden Wochenendverkehr stark befahrene Autobahn wurde wurde in beiden Richtungen voll gesperrt. Ausweichende Autofahrer sorgten für volle Nebenstrecken. Das habe auch Bergung und Transport der Verletzten erschwert, hieß es.

Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Rostock, Güstrow und Bad Doberan gebracht. „Wir haben Ärzte und Schwestern zurückgeholt, zusätzliche Betten vorbereitet“, sagte der Ärztliche Direktor der Uniklinik Rostock, Professor Peter Schuff-Werner. Der Landkreis Bad Doberan richtete ein Bürgertelefon für Angehörige der Unfallopfer ein. Die Nummer lautet: 03843 - 755 38 13/14.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zeigte sich tief betroffen. „Das ist ein schreckliches Unglück, mit so vielen Toten und Verletzten. Ich hoffe sehr, dass es gelingt, schnell zu helfen. Mein Dank gilt allen Feuerwehrleuten, den Rettungskräften und all den anderen Helfern“, erklärte der Schweriner Regierungschef.

Der Grund für den Unfall soll extrem schlechte Sicht gewesen sein. Ein seit dem Morgen herrschender Sturm hatte Sand von umliegenden Feldern aufgewirbelt und über die Fahrbahn getrieben. Der Sturm richtete auch an anderen Orten im Land Schäden an. In Ostvorpommern wurden zwei Menschen bei einem Unfall zwischen Stresow und Bandelin leicht verletzt. Der Sturm hatte das Auto mit Anhänger von der Straße gedrückt. Etliche Bäume wurden umgeworfen und behinderten

LN

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