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Nordwestmecklenburg Mehr Arbeitsplätze in der Gastronomie
Lokales Nordwestmecklenburg Mehr Arbeitsplätze in der Gastronomie
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20:53 24.01.2017
Die Jobs in der Nahrungs- und Genussmittelbranche in Nordwestmecklenburg haben an Qualität zugelegt. Quelle: Foto: Oz
Grevesmühlen

Zwei Jahre Mindestlohn haben mehr Arbeitsplätze gebracht: Im Landkreis Nordwestmecklenburg gibt es sieben Prozent mehr Gastro-Jobs. Das gehört zum Fazit, das die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für die 24 Monate Mindestlohn zieht. Zu verzeichnen ist ein „Cent-Lohn-Plus“ quer durch alle Jobs und Branchen, das einer Vollzeitkraft unterm Strich aber weit über 50 Euro pro Monat bringt, so die NGG. Egal, ob Küchenhilfe oder Verkäuferin im Backshop: Wer im Landkreis Nordwestmecklenburg vom Chef nur den gesetzlichen Mindestlohn bekommt, verdient im Januar mehr Geld – und zwar 34 Cent pro Stunde. „Genau zwei Jahre gibt es den gesetzlichen Mindestlohn. Und jetzt ist er zum ersten Mal geklettert – auf 8,84 Euro“, sagt Jörg Dahms von der Gewerkschaft. Die NGG Mecklenburg-Vorpommern ruft alle Mindestlohn-Beschäftigten in Nordwestmecklenburg auf, einen „Januar-Lohn-Check“ zu machen. „Sobald die Lohnabrechnung vorliegt, sollte jeder seinen Stundenlohn bis auf den letzten Cent nachrechnen. Die tatsächlich geleisteten Stunden und das Geld müssen dabei am Ende passen“, so Dahms. Der NGG-Geschäftsführer warnt zudem vor „Lohn-Tricksereien durch die Hintertür“: „Es ist eine beliebte Chef-Masche, die Menschen länger arbeiten zu lassen, die Überstunden dabei aber nicht zu bezahlen. Das ist illegal.“ Vom „Schreckgespenst Mindestlohn“ spreche keiner mehr, so die NGG. „Auch Arbeitgeber, die vor dem gesetzlichen Mindestlohn als ‚Job- Killer’ und ‚Konjunktur-Bremse’ gewarnt haben, sind in der Realität angekommen und kleinlaut geworden. Der absolute ‚Pflichtlohn für den Chef' ist auch von den Arbeitgebern akzeptiert“, stellt Jörg Dahms fest. Als Zwei-Jahres-Bilanz zum Mindestlohn hat die NGG jetzt eine Beschäftigungsanalyse vorgelegt. Dazu hat das Pestel-Institut in Hannover Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit im Auftrag der Gewerkschaft untersucht. Im Fokus dabei steht auch die Job-Entwicklung im Kreis Nordwestmecklenburg. Gerade Hotels, Pensionen, Restaurants und Gaststätten in Nordwestmecklenburg haben, so die NGG Mecklenburg-Vorpommern, in der Mindestlohn-Phase mehr Personal eingestellt: Hier arbeiteten vor einem halben Jahr rund 2720 Menschen mit einem sozialversicherungspflichtigen Job. Im Vergleich zu 2014 macht das ein Plus von gut sieben Prozent.

LN

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