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Nordwestmecklenburg Mehr Einbrüche in Grevesmühlen
Lokales Nordwestmecklenburg Mehr Einbrüche in Grevesmühlen
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20:47 16.10.2017
Der Schrecken für alle Hausbesitzer: Ein Einbrecher verschafft sich über eine Terrassentür Zugang in fremde vier Wände. In Grevesmühlen gab es im bisherigen Jahresverlauf schon mehr Fälle als 2016. Im Landkreis ist die Tendenz rückläufig. Quelle: Foto: Andreas Gebert/dpa
Grevesmühlen

Nachdem in den vergangenen zweieinhalb Wochen in zwei Häuser im Questiner Weg eingebrochen wurde, herrscht Unruhe in der Straße. Steigen die unbekannten Täter in weitere Häuser im Westen von Grevesmühlen ein? Steckt eine systematisch arbeitende Bande dahinter?

„Prozentuale Veränderungen schlagen bei diesen geringen Fallzahlen natürlich eher zu Buche als bei höheren Fallzahlen und sind daher wenig aussagekräftig. Nancy Schönenberg Sprecherin der Polizeiinspektion Wismar

„Auf eine Bande gibt es keine Hinweise“, teilt Rainer Böttcher, stellvertretender Revierleiter in Grevesmühlen, auf Nachfrage der OZ mit. Es könne sich bei den Einbrüchen auch um Einzeltäter handeln. Derzeit deute nichts darauf hin, dass die Fälle im Zusammenhang stehen. Böttcher geht auch nicht soweit, den Bereich um den Questiner Weg als Schwerpunkt für Einbrecher zu betrachten.

Doch die Fälle in der Stadt haben sich schon jetzt im Vergleich zum Vorjahr gehäuft. Bis dato liegt die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle in Grevesmühlen im Jahr 2017 laut Polizeisprecherin Nancy Schönenberg im unteren zweistelligen Bereich. Im Vorjahr wurden nur vier Fälle erfasst. Doch die Beamtin relativiert die Statistik: „Prozentuale Veränderungen schlagen bei diesen geringen Fallzahlen natürlich eher zu Buche als bei höheren Fallzahlen und sind daher wenig aussagekräftig“, so Schönenberg. Geringe Schwankungen seien üblich und könnten zum Beispiel als eine örtliche Verlagerung interpretiert werden, so die Sprecherin weiter. Für den gesamten Landkreis lasse sich eine sinkende Tendenz erkennen: 2015 waren es noch 224 Fälle, 2016 nur noch 158.

Um sich gegen Einbrecher zu schützen, wird Hausbesitzern geraten, gewisse Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören laut Polizei schon einfache Dinge. Beispielsweise stets die Haustür nicht nur ver-, sondern abzuschließen – auch bei kurzzeitigem Verlassen. Besondere Vorsicht ist bei gekippten Fenstern geboten, die auf Einbrecher einladend wirken und daher beim Verlassen des Hauses geschlossen werden sollten. Gleiches gilt für den Balkon und die Terrassentür. Zudem sollten keine Hinweise auf Abwesenheit (bei Urlaubsreisen) zurückgelassen werden – insbesondere in sozialen Netzwerken oder auf dem Anrufbeantworter.

Zusätzlichen Schutz bieten mechanische Sicherungen von Fenstern und Türen sowie Einbruch- und Meldeanlagen. Zuletzt können auch wachsame Nachbarn helfen. „In einer gut gepflegten Nachbarschaft, in der jeder stets ein Auge auf das Haus des anderen hat, fallen ungewöhnliche Personen- oder Fahrzeugbewegungen eher auf. Bei derartigen Feststellungen ist ein Hinweis an die nächstgelegene Polizeidienststelle wünschenswert“, so Nancy Schönenberg.

Hausbesitzer können sich darüber hinaus bei einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, beispielsweise in Schwerin, Graf-Yorck-Straße 8, informieren (☎ 0385/ 51803056).

Einbruchszahlen

Auf eine untere zweistellige

Fallzahl beziffert die Polizei

die Wohnungseinbrüche in Grevesmühlen bisher für dieses Jahr.

Genauere Zahlen könnten noch

nicht genannt werden. Im Jahr 2016 wurden vier Fälle erfasst.

Im gesamten Landkreis wurden im Vorjahr 158 Fälle registriert. 2015 waren es noch 224 Einbrüche. Laut Polizei sei die Tendenz weiter sinkend.

Daniel Heidmann

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