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Nordwestmecklenburg Mehr Fahrzeugkontrollen und bessere Opferberatung
Lokales Nordwestmecklenburg Mehr Fahrzeugkontrollen und bessere Opferberatung
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20:39 28.02.2018
Wismar

/Grevesmühlen. Die Zahlen der Kriminalstatistik für das Jahr 2017 behält sich Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister vor. Doch Andreas Walus, Leiter des Polizeihauptreviers Wismar, hat sie längst auf dem Tisch. Und er hat seine Schlüsse für die Polizeiarbeit in der Region daraus gezogen. Grundsätzlich, sagt Walus, sei Nordwestmecklenburg im deutschlandweiten Vergleich eine sehr sichere Region. Die Schwerpunkte in diesem Jahr legen die Beamten deshalb auf häusliche Gewalt und Stalking, die Verkehrssicherheit und den Bürgerdialog.

Andreas Walus will die Präsenz der Polizei auch in den ländlichen Regionen verstärken. Quelle: Foto: Nicole Buchmann

„Im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt und Stalking haben wir mehr Anzeigen, als uns lieb ist“, sagt Walus und verweist zugleich auf die hohe Dunkelziffer. Künftig werden die Polizisten bei solchen Einsätzen beispielsweise Informationsmaterial für die Opfer dabeihaben. „Wir hoffen, dass so mehr Betroffene direkt die Hilfe beispielsweise von Interventionsstellen oder Frauenhäusern in Anspruch nehmen“, erklärte Walus.

Im Hinblick auf Stalking werde die Polizei die neuen gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen. „Es ist inzwischen so, dass Stalking-Opfer nicht erst Schaden nehmen müssen – den Wohn- oder Arbeitsort wechseln, eine neue Handynummer beantragen oder Ähnliches“, sagt Walus. Die Polizei könne zudem das Handy als Tatwerkzeug sicherstellen, Aufenthaltsverbote aussprechen. „Im Fall von schwerem Stalking sind nun auch Freiheitsstrafen möglich.“ Walus will deshalb mehr mit Staatsanwaltschaft und Richtern zusammenarbeiten. Die Beamten würden Stalker künftig auch zu Hause aufsuchen. „Das hat einen psychologischen Effekt, wenn uniformierte Beamte plötzlich vor der Tür stehen“, glaubt Walus.

Die Zahl derer, die sich wegen Stalkings Hilfe suchen, sei in den vergangenen Jahren gestiegen, bestätigt Martina Tegtmeier vom Weißen Ring Nordwestmecklenburg. Das Thema sei stärker in der Öffentlichkeit. Dennoch, vermutet Tegtmeier, verbergen sich hinter jedem Hilfesuchenden zehn weitere Opfer.

Alkohol am Steuer ist auch im Landkreis Nordwestmecklenburg an der Tagesordnung. „Zunehmend treffen wir aber auch immer mehr Menschen an, die unter Einfluss von Cannabis oder Amphetaminen Auto fahren.“ Mehr Kontrollen im vergangenen Jahr hätten jedoch dazu geführt, dass die Zahl der Unfallverletzten deutlich zurückgegangen sei. Deshalb würden auch 2018 zahlreiche solcher Einsätze folgen, kündigt Walus an.

Nicole Buchmann

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