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Nordwestmecklenburg Mehr Lärmschutz für die Anwohner
Lokales Nordwestmecklenburg Mehr Lärmschutz für die Anwohner
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19:16 08.01.2016
Autos rumpeln über die L 02 in Herrnburg. Der auf der Landesstraße entstehende Lärm wird Thema einer Einwohnerversammlung.

Selmsdorf/Herrnburg Anwohner der B 104 in Selmsdorf sollen künftig weniger Lärm ausgesetzt sein als bisher. Das ist das Ziel eines Lärmaktionsplans, den die Kommune nach einem einstimmigen Beschluss der Gemeindevertreter von Donnerstagabend erarbeiten lassen will. Selmsdorf stellt dafür 10000 Euro bereit. Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) bedauert allerdings:

„Es ist ärgerlich, dass die Gemeinde zahlen muss, obwohl Straßenbaulastträger der B 104 der Bund ist.“

Zum Aufstellen eines Lärmaktionsplans für die viel befahrene Bundesstraße ist die Gemeinde Selmsdorf nach einer europäischen Umgebungslärmrichtlinie verpflichtet. In der selben Pflicht steht auch die Gemeinde Lüdersdorf wegen der L 02, die ab der Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in Richtung A 20 führt. Auch sie benutzen zahlreiche Auto- und Lastwagenfahrer. Entsprechend hoch sind die Lärmpegel, denen Anwohner ausgesetzt sind. Die Betroffenen und alle anderen Bürger sind willkommen zu einer Einwohnerversammlung, zu der die Gemeinde einlädt. Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) kündigt an: „Wir möchten auf der Veranstaltung die Gelegenheit nutzen, die für den Bereich maßgeblich zu berücksichtigenden Lärmquellen darzustellen und in Auswertung der Lärmkarten-Konfliktanalyse geeignete Maßnahmen für den Lärmaktionsplan vorzustellen und zu erörtern.“ Beginn der Einwohnerversammlung: kommender Montag, 18 Uhr in der Grundschule in Herrnburg.

„Als Lärmschutzmaßnahmen kommen neben dem Einbau von Schallschutzfenstern insbesondere der Einbau eines lärmarmen Straßenbelages und Lärmschutzwände oder -wälle in Frage“, heißt es in einer Untersuchung, die der Tüv Nord bereits 2012 im Auftrag des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern angefertigt hat. Gegebenenfalls seien Gutachten zu beauftragen.

„Die Brisanz ist bisher wohl nicht erkannt worden“, sagt der Selmsdorfer Bau- und Umweltausschussvorsitzende Bernhard Stoeter (SPD-Fraktion). Nun hat die Gemeinde nur noch wenige Wochen Zeit für den Lärmaktionsplan. Sonst drohen die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens durch die EU gegenüber Deutschland und finanzielle Konsequenzen für die Kommune.

Einwohnerversammlung zum Lärmaktionsplan der Gemeinde Lüdersdorf am 11. Januar um 18 Uhr in der Grundschule in Herrnburg

Es ist ärgerlich, dass
die Gemeinde zahlen muss, obwohl Straßenbaulastträger
der B 104 der Bund ist.“Marcus Kreft (SPD), Bürgermeister
der Gemeinde Selmsdorf

Jürgen Lenz

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