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Nordwestmecklenburg Mehr Platz für mehr Kinder
Lokales Nordwestmecklenburg Mehr Platz für mehr Kinder
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21:23 20.12.2017
Wird die Kita „Kleine Strolche“ in Damshagen umgebaut oder an einem anderem Standort neugebaut? Das wird sich noch zeigen. Quelle: Foto: Malte Behnk
Damshagen

Gute Nachrichten für junge Eltern in Damshagen: Auf ihrer vergangenen Sitzung fällte die Gemeindevertretung eine Grundsatzentscheidung zur Erhöhung der Kapazität der Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ im Dorf.

Allerdings, das Wort „Grundsatz“ weist bereits darauf hin – der Beschluss ist lediglich der allererste Schritt auf einem umfangreichen bürokratischen und planerischen Weg. Den muss die Gemeinde nun beschreiten, damit irgendwann einmal wahr werden kann, wovon junge Eltern und Gemeindevertreter träumen – die Möglichkeit mehr Kinder der Gemeinde im Dorf betreuen zu können. Dass die Nachfrage aufgrund steigender Geburtszahlen in den vergangenen Jahren das Angebot an Kinderbetreuung im Dorf übersteigt, ist schon länger bekannt.

Bereits im Frühjahr hatte der Kita-Träger – das Jugendhilfezentrum Käthe Kollwitz in Rehna – sein Angebot erweitert. Aus sechs Krippenplätzen wurden neun, aus 28 Kindergartenplätzen 33. Möglich war die veränderte Betriebserlaubnis der Tagesstätte nur geworden, weil sich die Nachfrage nach Hortplätzen in der Kita über die vergangenen Jahre deutlich verringert hatte. Der Hortbereich der Tagesstätte wird zum Ende des Schuljahres 2017/18 komplett geschlossen.

Um nun aber weitere benötigte Betreuungsplätze zu schaffen, ist ein Neubau der Kita an einem anderem Ort, oder ein Umbau der Tagesstätte erforderlich. Und was Bauvorhaben im kommunalen Bereich betrifft, ist es eine Sache, ein Problem zu bemerken und schnell Abhilfe schaffen zu wollen – die andere ist der Weg zur Lösung des Problems. Da Damshagen, wie die meisten Gemeinden in Nordwestmecklenburg, wenig Geld auf der „hohen Kante“ liegen hat und somit Fördermittel in erheblichem Umfang zur Umsetzung dieses Bauvorhabens brauchen wird, wird es eben noch ein paar Jahre dauern.

„Wenn alle gesetzlichen Vorgaben zügig erfüllt und die notwendigen Wege ohne Hindernisse und Verzögerungen gegangen werden können, dann könnten wir uns frühestens in drei Jahren über die Neueröffnung einer umgebauten oder neugebauten Kindertagesstätte in Damshagen freuen“, erklärte Bürgermeisterin Mandy Krüger (parteilos).

Nach der erfolgten Grundsatzentscheidung wird nun das Amt Klützer Winkel den konkreten Bedarf an Betreuungsplätzen anhand der Geburtszahlen der vergangenen Jahre in der Gemeinde und der daraus resultierenden Prognosen in Absprache mit dem Jugendamt und dem Träger der Kindertagesstätte feststellen.

Erst wenn belastbare Zahlen vorliegen, kann über Standortlösungen und Finanzierungsmöglichkeiten in Absprache mit dem Landkreis beraten werden. Mögliche neue Standorte für die Kita müssen zudem akribisch auf ihre Eignung hin und auch kostenmäßig untersucht werden.

Eine ungefähre Vorstellung von den Kosten, die für einen Umbau oder Neubau der Kita in Damshagen anfallen könnten, hat man dabei schon. „Das Amt Klützer Winkel hat uns anhand von durchgeführten Investitionen im Amtsbereich in den Jahren 2016 und 2017 die zu erwartenden Kosten aufgezeigt.“, so Krüger. „Bei einem Umbau können wir mit um die 500 000 Euro rechnen, bei einem Neubau mit ungefähr 900 000 Euro.“ Zum Vergleich – der Umbau der Räume des Bauhofes in der Schule Kalkhorst – hier sind sechs Krippenplätze – hat 111 000 Euro gekostet. Die Kosten des Neubaus der Kindertagesstätte in Hohenkirchen – es sind insgesamt 36 Plätze entstanden – beliefen sich auf 900 000 Euro.

Annett Meinke

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