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Nordwestmecklenburg Mehr Sicherheit durch neue Radwege
Lokales Nordwestmecklenburg Mehr Sicherheit durch neue Radwege
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19:13 21.06.2016
Noch warnt unweit der Autobahnanschlussstelle Lüdersdorf ein Schild vor Straßenschäden. Ein Radweg fehlt dort bisher. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Mehr Sicherheit für Radfahrer: Das bringt der seit Langem geplante Bau eines Radwegs an der Landesstraße L 02 zwischen der Einmündung des Gewerbegebietes Lüdersdorf und einem Radweg, der unweit der Autobahnanschlussstelle Lüdersdorf endet. Nun ist das jahrelange Warten vorbei. Die Arbeiten zum Bau des Radwegs beginnen nach Auskunft des Lüdersdorfer Bürgermeisters Erhard Huzel (CDU) im August.

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Bau unweit der A 20 soll im August beginnen / Bei dem Projekt in der Gemeinde Selmsdorf hält sich das Ministerium bedeckt.

Wie berichtet, ist der Bau des Radwegs verbunden mit einem Ausbau der Landesstraße zwischen der Autobahnanschlussstelle Lüdersdorf und dem gleichnamigen Gewerbegebiet. Risse, Schlaglöcher und Setzungen durchziehen ein 605 Meter langes Teilstück. Bohrkernuntersuchungen brachten vor einiger Zeit ans Tageslicht: Der Aufbau der Straße ist unzureichend. Er entspricht nicht den Vorschriften.

Das zu ändern und einen Radweg zu bauen, forderte die Gemeinde Lüdersdorf in den vergangenen Jahren mehrfach vom Straßenbauamt Schwerin, denn wenn die Fahrbahn ausgebaut werde und Autos dann schneller fahren, sei es dort noch gefährlicher mit dem Rad unterwegs zu sein. Die künftige Fahrbahn wird 6,50 Meter breit sein. Die bisherige ist einen Meter schmaler.

Im Sommer 2014 teilte das Schweriner Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung auf Anfrage mit, ob die Straße und der Radweg noch 2015 gebaut werden, hänge davon ab, wie schnell die nötigen Grundstücke verfügbar sind.

Mit den im August beginnenden Bauarbeiten wird das Thema „Radweg an der L 02“ für die politischen Vertreter der Gemeinde Lüdersdorf aber nicht beendet sein. Sie wollen, dass der Radweg möglichst bald bis nach Wahrsow verlängert wird. Wenn er an der Einmündung des Gewerbegebietes endet, sei das „ein Schwachsinn, wie er größer nicht sein könnte“, sagte der Gemeindevertreter Uwe Harder (Wählergemeinschaft „Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft“) in einer Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde.

Erhard Huzel sagt: „Die nächste Phase ist, dass der Radweg bis nach Wahrsow rein weitergebaut wird.“ Es stehe aber noch nicht fest, wann das passiere. Der Lüdersdorfer Bürgermeister bedauert: „Das ist nicht in unserer Hand.“ Bauherr wäre auch bei der Verlängerung des Radwegs an der L 02 das Straßenbauamt Schwerin.

Es ist auch für die Verlängerung des Radwegs an der B 105 zuständig, der bisher in Zarnewenz endet. Entgegen anderslautender Vermutungen von Kommunalpolitikern in Dassow wird er nicht in diesem Jahr fertig sein, aber immerhin könnte, so das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung auf Anfrage, der rund eine halbe Millionen Euro teure Bau „bei normalem Verlauf der Planungen“ in diesem Jahr beginnen. 2015 war der Grunderwerb auf der nördlichen Seite der Bundesstraße noch nicht komplett gesichert. Jetzt ist er es. Aus Sicht der Gemeinde Selmsdorf sind das nach Jahren des Wartens, Forderns und Nachhakens gute Nachrichten. Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) sagt: „Ich freue mich, dass der Radweg von Zarnewenz nach Sülsdorf endlich kommt.“ Er sei notwendig.

Der im vorigen Jahr zwischen Schwanbeck und Zarnewenz eröffnete Radweg werde von Radlern, Fußgängern und Inlineskatern gut angenommen.

Öffentlich ausgeschrieben sind die Bauarbeiten für den Radweg zwischen Zarnewenz und Sülsdorf noch nicht. Baubeginn könnte nach Informationen der LN frühestens im Spätsommer sein. Fertig wäre der Weg dann nicht vorm Frühjahr 2017. Das Ministerium wollte zu geplanten Bauzeiten keine Angaben machen. Es teilte auf Anfrage mit: „Die Bauzeit ist abhängig vom Wetter und dem Bauverlauf.“

Jürgen Lenz

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