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Nordwestmecklenburg Mehr Sicherheit für Fahrradfahrer
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20:45 22.08.2017
Für die Gemeindevertreter völlig unverständlich. Bisher endet ein Radweg an der L 02 vor der Einfahrt des Gewerbegebietes Lüdersdorf. Quelle: Foto: Jürgen Lenz

Mehr Sicherheit für Radler: Das schafft künftig ein Radweg an der Landesstraße 02 zwischen Wahrsow und der Einfahrt zum Gewerbegebiet Lüdersdorf. Für den lange geforderten Bau haben die Gemeindevertretung und Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) den Weg frei gemacht. Die Kommunalpolitiker beschlossen eine Kostenteilungsvereinbarung mit dem Straßenbauamt Schwerin, die Huzel nun unterschrieben hat. Der Bürgermeister betont: „Es ist eine eindeutige Verbesserung für Radfahrer, die lange erwartet wurde.“

„„Es ist eine eindeutige Verbesserung für Radfahrer, die lange erwartet wurde.“„ Erhard Huzel (CDU) Bürgermeister von Lüdersdorf

Wie berichtet, erklärten Lüdersdorfer Gemeindevertreter bereits im vorigen Jahr, dass der damals erwartete Bau eines Radwegs an der Landesstraße 02 zwischen der Autobahnanschlussstelle nahe Klein Neuleben und dem Gewerbegebiet Lüdersdorf nur dann Sinn macht, wenn gleichzeitig die Lücke zwischen dem Gewerbegebiet und Wahrsow geschlossen wird. Uwe Harder (Wählergemeinschaft „Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft“) sagte, wenn dieser Weg an der Einmündung des Gewerbegebietes endet, sei das „ein Schwachsinn, wie er größer nicht sein könnte.“ Erhard Huzel bedauerte: „Das ist nicht in unserer Hand.“ Bauherr wäre auch bei der Verlängerung des Radwegs an der L 02 das Straßenbauamt Schwerin. Mit ihm setzte sich der Lüdersdorfer Bürgermeister mehrmals in Verbindung.

Den Radweg zwischen der Autobahnanschlussstelle und dem Gewerbegebiet hatte das Ministerium bereits 2014 zur „Priorisierung von Projekten an Landesstraßen im Landkreis Nordwestmecklenburg“

vorgeschlagen. Im August vorigen Jahres startete der Bau des Radwegs verbunden mit einem Ausbau der Landesstraße, ebenfalls zwischen der Autobahnanschlussstelle und dem Gewerbegebiet. Risse, Schlaglöcher und Setzungen durchzogen zuvor ein 605 Meter langes Teilstück der Straße. Bohrkernuntersuchungen brachten ans Tageslicht: Der Aufbau ist unzureichend. Er entsprach nicht den Vorschriften. Auch das zu ändern, forderte die Gemeinde Lüdersdorf mehrfach vom Straßenbauamt. Sie argumentierte auch: „Wenn die Fahrbahn ausgebaut wird und Autos dann schneller fahren, dann ist es dort noch gefährlicher mit dem Rad unterwegs zu sein.“ Um so dringender sei der Bau des Radwegs.

An den Kosten beteiligen muss sich Lüdersdorf jetzt für ein kurzes Teilstück innerhalb von Wahrsow. Der Grund: Dort werden Arbeiter nicht einen reinen Radweg bauen, sondern, wie es auch die Kommune wünscht, einen kombinierten Rad- und Gehweg. Der Kostenanteil der Kommune beläuft sich auf 23600 Euro.

Der Bürgermeister ist zuversichtlich: „Das Ausschreibungsverfahren kann jetzt gestartet werden.“ Begrüßt werde der Bau sicher auch von Lüdersdorfern und Wahrsowern, die im Gewerbegebiet arbeiten.

Ganz so schnell wie die Kommunalpolitiker wollen, wird es nach Auskunft des Schweriner Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung nicht gehen. Es bestätigte zwar, dass Erhard Huzel die Kostenvereinbarung unterzeichnet hat, geht aber nicht von einem Baubeginn vor dem Frühjahr kommenden Jahres aus. Das Ministerium erläuterte auf Anfrage: „Das Straßenbauamt Schwerin rechnet mit der Stellungnahme der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg im September. Liegt diese bis dahin vor, könnte im Anschluss die Ausschreibung der Bauleistungen veröffentlicht werden. Unter diesen Voraussetzungen und in Abhängigkeit vom Wetter könnte der Bau des ein Kilometer langen Radweges entlang der L 02 von der Einmündung des Gewerbegebiets bis zum Ortseingang von Wahrsow im Frühjahr 2018 beginnen.“ Dann könnte, so das Ministerium, etwa Mitte kommenden Jahres der neue Radweg freigegeben werden.

Jürgen Lenz

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