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Nordwestmecklenburg Mehr öffentliche Toiletten fürs Ostseebad
Lokales Nordwestmecklenburg Mehr öffentliche Toiletten fürs Ostseebad
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21:15 24.09.2013

Das Ostseebad Boltenhagen soll zwei neue Toilettenanlagen erhalten. Die bisher vorhandenen stammen noch aus dem Jahr 1992 und sind nicht nur sanierungsbedürftig, sondern auch nicht mehr ausreichend. „Im Ort sind mehr Wohnungen entstanden, wir haben mehr Gäste“, sagte Kurdirektorin Claudia Hörl bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung und berichtete, dass sich immer wieder Gastronomen bei der Kurverwaltung darüber beschwerten, dass ihre eigenen stillen Örtchen als öffentliche Einrichtungen missbraucht würden. „Wir hören immer wieder ,baut mehr Toiletten‘.“

Das will die Gemeinde nun tun, Mittel dafür sind auch schon in den Haushalt der Kurverwaltung eingestellt. Anträge auf Förderung der Baumaßnahmen sollen umgehend gestellt werden, denn „ab 2014 ist eine Förderung wie bisher mit einer Quote zwischen 75 und 90 Prozent nicht mehr möglich“, wie Claudia Hörl erläuterte. Für die Anträge ist es erforderlich, konkrete Standorte zu benennen. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben die Gemeindevertreter vier mögliche Standorte in eine Prioritätenliste gebracht. Ganz oben steht ein Grundstück am Kreisverkehr beim Dünenweg, gefolgt von der Weißen Wiek. Als Alternativen wurden die Wiese hinter dem Kurhaus und — an letzter Stelle — der Reiterhof notiert.

Hans-Otto Schmiedeberg (CDU) merkte an, dass möglicherweise „zwei Varianten nicht zum Tragen kommen“. Eine öffentliche WC-Anlage an der Weißen Wiek bezeichnete er zwar als „sehr notwendig, hier gibt es aber Fragezeichen. Im Dünenweg auch“. Für das Areal an der Weißen Wiek gibt es keinen gültigen Bebauungsplan mehr, seit das Oberverwaltungsgericht Greifswald vor drei Jahren den Plan Nr. 12 einkassiert hatte. Seinerzeit hatte ein Grundstücksnachbar erfolgreich geklagt, dass Vogelschutzbestimmungen nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

Der amtierende Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) erkundigte sich, ob ohne gültigen B-Plan überhaupt eine Toilettenanlage gebaut werden könne. Maria Schultz, Fachbereichsleiterin Bau- und Ordnungswesen im Amt Klützer Winkel, gab sich zuversichtlich, dass eine Plan-Überarbeitung noch rechtzeitig erfolgen könne. Das mit der Planung der Toiletten beauftragte Ingenieurbüro Sternberg entwickelt im Vorfeld nun zwei Bautypen, die an allen infrage kommenden Standorten möglich sind.

uo

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