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Nordwestmecklenburg Mehrheit für neues Gerätehaus
Lokales Nordwestmecklenburg Mehrheit für neues Gerätehaus
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22:14 16.01.2017

Zur Schaffung eines Dorfgemeinschaftshauses mit Räumen für Feiern und andere Veranstaltungen haben die Selmsdorfer Gemeindevertreter nach mehreren abgebrochenen Versuchen in der Vergangenheit nun einen weiteren gestartet – und erneut denken sie über den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses nach.

Eine Hauptrolle spielen deshalb die Kosten für beide Vorhaben und Zuschüsse des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die Selmsdorf vielleicht bekommen kann – wohl am ehesten für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses, das eine Mehrheit von Kommunalpolitikern in einer ersten Diskussion mit der Schaffung des Dorfgemeinschaftshauses verbunden hat. Ihr erklärtes Ziel: Umbau des Gemeindehauses, in dem bisher auch die Feuerwehr untergebracht ist, zum Dorfgemeinschaftshaus. Damit dort ein großer Saal geschaffen werden kann, müsste die Feuerwehr das Gemeindehaus verlassen und in ein Gerätehaus umziehen, das noch zu bauen wäre. Vorteil für die Brandschützer: Während sie im Gemeindehaus alles andere als optimal untergebracht sind, könnte ein Neubau den aktuellen Anforderungen entsprechend gestaltet werden. Der Feuerwehrmann und Gemeindevertreter Christian Teggatz (SPD-Fraktion) wies darauf hin, dass die Brandschützer das Gerätehaus nach einer Alarmierung über die Halle betreten, von der aus die Einsatzfahrzeuge ausrücken. Mehr Sicherheit würde ein separater Eingang bieten – wie der auf der hinteren Seite des Gerätehauses in Schönberg. Ein weiterer Vorteil dort: Die Feuerwehrleute können mit ihren privaten Autos hinter das Gerätehaus fahren. Dadurch vermeiden sie, dass sie ausrückenden Einsatzfahrzeugen in die Quere kommen. Das Gemeindehaus in Selmsdorf bietet diese Möglichkeit nicht. Einen weiteren Aspekt nannte Udo Gutschke (Wählergemeinschaft „Bürger für Selmsdorf“) in der ersten Beratung im Bau- und Umweltausschuss: „Am jetzigen Standort kann sich die Feuerwehr nicht erweitern.“ Nach Auskunft von Christian Teggatz sind im Feuerwehrtrakt derzeit drei Fahrzeuge der Gemeinde untergebracht: ein Tanklöschfahrzeug, ein Einsatzleitfahrzeug und ein Rüstwagen Baujahr 1981, der, wie berichtet, voraussichtlich im Februar durch ein modernes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ersetzt wird. Hinzu kommen ein Löschfahrzeug des Katastrophenschutzes des Landkreises Nordwestmecklenburg, das die Feuerwehr für alle Einsätze nutzen darf, sowie, ebenfalls vom Kreis für den Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt, ein CBRN-Erkundungswagen. Dieses Fahrzeug eignet sich sowohl zum Aufspüren, Messen und Melden radioaktiver und chemischer Verschmutzungen und Verseuchungen als auch für deren Kennzeichnung und Überwachung. Mit Blick auf ein neues Feuerwehrgerätehaus könnte sich aus der Übernahme von Aufgaben des Katastrophenschutzes ein finanzieller Vorteil für Selmsdorf ergeben: ein deutlich höherer Zuschuss als bei einem Neubau, in dem keine Fahrzeuge für den Katastrophenschutz untergestellt werden. Das soll das Amt Schönberger Land jetzt nach dem Willen einer Mehrheit des Bau- und Umweltausschusses neben weiteren Fragen zu Kosten und Fördermöglichkeiten klären. Der Ausschuss sprach sich grundsätzlich dafür aus, das Gemeindehaus zum Dorfgemeinschaftshaus mit 150 Sitzplätzen plus Bühne und einer Möglichkeit zur Raumteilung umzubauen und ein Feuerwehrgerätehaus zu errichten, das den Anforderungen der nächsten Jahrzehnte genügt. Vorgeschlagener Standort: ein gemeindeeigenes Grundstück an der Ecke Neue Reihe/Flöhkamp.

Karl-Heinz Kniep (CDU) hingegen sprach sich dafür aus, auf diesem Grundstück ein Dorfgemeinschaftshaus zu bauen. Dafür plädierte er bereits in der Vergangenheit. Ein Argument, das er diesmal vorbrachte: Der Umbau des Gemeindehauses werde deutlich teurer, als einige andere Gemeindevertreter vermuten würden. Gegen Knieps Vorschlag stimmten fünf Mitglieder des Ausschusses. Ein Mitglied enthielt sich.

Jürgen Lenz

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