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Nordwestmecklenburg Metalldiebe haben es auf Gullydeckel abgesehen
Lokales Nordwestmecklenburg Metalldiebe haben es auf Gullydeckel abgesehen
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11:16 30.10.2012
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Nordwestmecklenburg

Grevesmühlen/Börzow – Die Masche ist nicht wirklich neu, aber brandgefährlich. Unbekannte lassen im Umland von Grevesmühlen immer wieder die gusseisernen Deckel von Regenabläufen mitgehen. „Das häuft sich im Moment und zwar nicht nur in unserem Bereich“, so Peter Koth, Bürgermeister von Borzow, einer Gemeinde westlich von Grevesmühlen. Mehrere der Metallabdeckungen seien gestohlen worden. „Ich kann nur die Anwohner bitten, ein Auge auf die Umgebung zu haben.“ Denn bislang verschwanden zwar einige der Deckel, aber erwischt wurde noch keiner der Täter.

„Am hellichten Tag haben die die Deckel zwischen Roxin und Bonnhagen geklaut“, schimpft Landwirt Thorsten Staben aus Börzow. Zwischen 13 und 15 Uhr, ich bin da noch langgefahren in der Zeit, so was kann doch eigentlich nicht angehen.“ Bürgermeister Peter Koth ist ebenfalls stinksauer über die Metalldiebe. „Das ist sehr gefährlich, wenn plötzlich die Abdeckungen auf der Straße fehlen.“ Zwar gebe es auch Metallabdeckungen, die eine Sicherung hätten, aber die hätten auch Nachteile, so Peter Koth. „Wenn es Überschwemmungen gibt und man die Deckel sucht, dann muss man im Wasser erst einmal die Sicherungen finden. Das bringt alles nichts.“

Die Polizei weiß von den Diebstählen, doch viel ausrichten können die Beamten nicht. André Falke, Sprecher der PI Wismar: „Wir hatten am 28. September einen Diebstahl von zwei Gullydeckel im Gewerbegebiet Upahl und dann am 11. Oktober den Diebstahl eines Gullydeckels im Bereich Börzow.“ Längst nicht mehr alle Diebstähle werden bei der Polizei angezeigt. Die Straßenmeistereien, die für die Abflüsse zuständig sind, ersetzen die fehlenden Deckel, die auch von Autobahnen und Radwegen gestohlen werden.

Wie lohnenswert das Geschäft mit den gusseisernen Abdeckungen wirklich ist, lässt sich schwer einschätzen. Schrotthändler zahlen in der Regel 18 Cent pro Kilogramm. Bei einer knapp 20 Kilogramm schweren Abdeckung macht das 3,60 Euro. Dazu kommt noch das Problem, das Diebesgut loszuwerden. Von Privatpersonen würde man ohnehin keine Gullydeckel annehmen, erklärte ein Mitarbeiter der B.U.G. Schrotthandel aus Bobzin. „Wir wissen ja, wieviel Ärger es damit gibt. Und deshalb sind wir da vorsichtig.“

Im Gebiet der Kreistraßenmeisterei Grevesmühlen sind in den vergangenen Wochen insgesamt zehn Abdeckungen verschwunden. Allein zwischen Groß Brütz und Grambow wurden Mitte August drei Deckel aus dem Grabenbereich entwendet, vergangene Woche schlugen die Täter dort auf einem Radweg erneut zu.

Im Bereich Grevesmühlen konzentrieren sich die Tatorte auf die Gemeinden Börzow und Bernstorf. Auf der Autobahnbrücke in Richtung Jeese musste die Straßenmeisterei mittlerweile drei Abdeckungen ersetzen, die erste verschwand Ende Mai, die zweite Mitte August und das letzte Mal mussten die Männer in der Vorwoche ausrücken und die Gefahrenstelle beseitigen. Von Börzow in Richtung Roxin verschwand der Gullydeckel am 11. Oktober, drei Tage nachdem das Teil ersetzt wurde, war es wieder verschwunden.

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