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Nordwestmecklenburg Metelsdorf ist neu geordnet
Lokales Nordwestmecklenburg Metelsdorf ist neu geordnet
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20:20 15.12.2015

Die Gemeinde Metelsdorf hat nach zehn Jahren das Bodenordnungsverfahren abgeschlossen. „Seine Ziele wurden erreicht“, stellte Thomas Schwank von der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH fest. Sie hat als Dienstleister zur Entwicklung des ländlichen Raumes die Gemeinde im Verfahren betreut.

„Mit 940 Flurstücken haben wir begonnen und letztlich 495 ans Kataster abgegeben“, berichtete Schwank. Grundstücke in Feld- wie in Ortslagen wurden reduziert. Eigentums- und Nutzungskonflikte wurden bereinigt, getrenntes Eigentum an Grundstücken und Gebäuden zusammengeführt. Splitterflächen der Landwirte sind zu wirtschaftlicheren Flächeneinheiten zusammengelegt worden. Ferner wurden für 229 Höfe die Grundstücksgrenzen neu definiert.

„Für die Gemeinde Metelsdorf war das Bodenordnungsverfahren wie ein Sechser im Lotto“, erklärte Bürgermeister Ulrich Gilde, zugleich Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft. Jetzt waren Investitionen erst möglich. Es entstanden 4,7 Kilometer Betonspurbahnen und eine Asphaltstraße, sodass alle Ortsteile erreichbar sind. Von den rund 820000 Euro Gesamtkosten erhielt die Gemeinde fast 553000 Euro Fördermittel. Rund 700000 Euro flossen in die Dorferneuerung, zum Beispiel in einen Abschnitt der Mecklenburger Straße in Metelsdorf, die Straßenbeleuchtung in Martensdorf, das Dorfgemeinschaftshaus und den Weg zum Metelsdorfer Graben. Fast 415000 Euro erhielt die Gemeinde an Zuschüssen. Im Zuge von fünf Ausgleichsmaßnahmen wurden 100 Bäume und 400

Meter Hecke gepflanzt.

Zudem stellte sich im Verfahren heraus, dass die Gemeinde Metelsdorf fünf Hektar größer ist, als im Kataster bislang vermerkt waren. Aus diesem sogenannten Masseland konnten Flächen für den Radweg entlang der Bundesstraße 208 an das Straßenbauamt veräußert werden, rund anderthalb Hektar, sodass die Landwirte keine Flächen abgeben mussten.

„Gerade die Fördermöglichkeiten für bauliche Maßnahmen sind im Bodenordnungsverfahren sehr vorteilhaft“, hob Thomas Pitschmann, Geschäftsführer der Landgesellschaft, hervor. Die Teilnehmergemeinschaft solle sich glücklich schätzen, es so früh begonnen zu haben. Jetzt würden die Teilnehmer mit Eigenkapital herangezogen, während in Metelsdorf die Gemeinde aufkam.

Zahlen und Fakten
1,522 Millionen Euro betragen die Gesamtausgaben für Maßnahmen im ländlichen Wegebau und in der Dorferneuerung, die die Gemeinde Metelsdorf von 2007 bis 2015 im Zuge des Bodenordnungsverfahrens realisierte. Von dieser Summe wurden 967175 Euro von der EU und vom Bund gefördert.
4000 Euro sind noch auf dem Konto der Teilnehmergemeinschaft des Bodenordnungsverfahrens. Das Geld wird auf Beschluss des vierköpfigen Vorstandes auf die Gemeinden Metelsdorf (92 Prozent) und Dorf Mecklenburg (8 Prozent) aufgeteilt — entsprechend ihrem Anteil an der Fläche des Verfahrensgebietes.

Haike Werfel

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