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Nordwestmecklenburg Minister Glawe lobt Lüdersdorfs Entwicklung
Lokales Nordwestmecklenburg Minister Glawe lobt Lüdersdorfs Entwicklung
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21:21 27.06.2013
Minister Harry Glawe und Bürgermeister Erhard Huzel beim ersten Spatenstich für den Kreisel. Quelle: Foto: Martens
Herrnburg

Lüdersdorf, die jüngste Gemeinde im Land, wächst weiter. Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) begrüßte gestern im Ortsteil Herrnburg Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) zum ersten Spatenstich für den neuen Kreisverkehr. Der Kreisel soll für einen reibungslosen Verkehr zwischen Anwohnern des neuen Wohngebietes auf dem ehemaligen Flohmarktgelände, dem Wohngebiet „Herrnburg-Nord“ und Autofahrern aus und in Richtung Lübeck sorgen.

Bürgermeister Huzel ist froh, dass „wir das in der Ferienzeit machen können, um die Belastungen für die Anwohner möglichst gering zu halten.“ Wirtschaftsminister Glawe hofft, dass der Kreisverkehr auch „etwas verkehrsberuhigt wirkt.“ Denn, wie er von Bürgermeister Huzel erfahren habe, sei in der Vergangenheit teilweise „sehr gerast“ worden. Tempo 50 hätten viele Autofahrer nicht eingehalten.

Die Besonderheit des Kreisels, erklärte Matthias Oehlerich, zuständig für die Planung und Ausführung: „Er liegt nicht wie ein Spiegelei in der Pfanne, sondern ist ein wenig geneigt.“ Der Höhenunterschied betrage laut Planer einen Meter. Der Durchmesser 35 Meter. Der innere Teil — eine Grünfläche — immerhin noch 22 Meter. Und ein paar weitere Zahlen nannte Oehlerich: „Um den Kreisel zu bauen, müssen 2 500 bis 3 000 Tonnen Boden bewegt werden. Später kommen dann noch einmal rund 1 800 Tonnen Asphalt hinzu.“

Probleme habe es vor allem bei der Abstimmung der Anbindung an die Landesstraße 02 gegeben, so Oehlerich. Laut seinen Angaben sei der Kreisverkehr aber die optimalste Lösung und habe deutliche Vorteile beim Verkehrsfluss gegenüber einer Ampelanlage. „Das ist die sicherste Verkehrsmaßnahme.“ Hinzu kämen für eine Kreuzung deutlich höhere Folgekosten für Strom und Wartung. Wichtig sei der Kreisel, um den Verkehr von vier Straßen zu regeln. „Wenn wir den Verkehr nicht regeln würden, würde es zu einer Unfallhäufung kommen.“ Die Kosten, um das zu verhindern, belaufen sich laut Oehlerich auf rund 500 000 Euro. Wenn das Wetter mitspielt, geht er davon aus, „dass wir Weihnachten auf jeden Fall fertig sind.“

In seiner Rede lobte Wirtschaftsminister Glawe Lüdersdorfs Bürgermeister Huzel und die Gemeindevertreter. „Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren eine tolle Politik gemacht und sich hervorragend entwickelt.“ Rund 1 000 Wohnungen seien seit der Wende in der nahe Lübeck liegenden Gemeinde entstanden. Sie habe Spielplätze, zwei Kindergärten, eine Grundschule mit Sporthalle, betreutes Wohnen und ein Einkaufszentrum. „Die Gemeindevertreter haben dafür gesorgt, dass die Einwohner eine Infrastruktur vorfinden, die es lebenswert macht, hier in der Region zu wohnen und zu arbeiten“, so Glawe. Das Land habe aber auch seit der Wende insgesamt mehr als 43 Millionen Euro in verschiedene Maßnahmen der Gemeinde investiert.

„Um den Kreisel zu bauen, müssen 2 500 bis 3 000 Tonnen Boden bewegt werden.“Matthias Oehlerich, Ingenieur und Planer

Frank Martens

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