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Nordwestmecklenburg Minister mäht Mühlenteich
Lokales Nordwestmecklenburg Minister mäht Mühlenteich
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20:45 26.07.2017

Auf fast 45000 Kilometern fließen Gewässer unterschiedlicher Größe durch Mecklenburg-Vorpommern, die zum großen Teil durch Wasser- und Bodenverbände bewirtschaftet werden. Ein Teil davon wurde gestern bei der vierten Landesgewässerschau von Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) und Vertretern des Wasser- und Bodenverbands „Stepenitz-Maurine“ in Augenschein genommen.

Holger Harz-Hindenburg nahm Till Backhaus auf Flechtkrugs Mühlenteich mit auf sein Mähboot. Quelle: Foto: Malte Behnk

Der Minister wollte sich unter anderem ein Bild davon machen, wie in der Stadt Dassow der Hochwasserschutz durch den Bau neuer Rohrleitungen und den Ausbau des Prieschendorfer Grabens verbessert wurde. „Das hat sehr viel gebracht“, sagt Dassows amtierende Bürgermeisterin Annett Pahl. „Die Siedlung hat so viel weniger Hochwasserprobleme.“

In Dassows Ortsteil Flechtkrug begutachtete Backhaus den Mühlenteich und den Holmbach. Das Gewässer war ab 2014 naturnah ausgebaut worden, nachdem der Mühlenteich, durch den der Holmbach fließt, vollkommen zugewuchert war. „Der Holmbach bringt von Roggenstorf aus sehr viel Sediment mit“, erklärte Planer Heimo Wittenburg, dessen Firma die Arbeiten am Gewässer geplant hatte. „Der Mühlenteich war total verlandet und im Bachbett kam es zu Verfaulungen“, sagte Wittenburg über den früheren Zustand.

Inzwischen fließt der Holmbach wieder lebendig und plätschert am ehemaligen Wehr, das am Rand des Mühlenteichs abgebaut wurde, über Steine eine Fischtreppe hinab. Allerdings muss der Mühlenteich weiter gepflegt werden, damit der Zustand erhalten bleibt. Till Backhaus unterstützte dabei Holger Harz-Hindenburg, der mit einem Mähboot Wasserpflanzen entfernte. So fuhr auch der Minister eine Schleife über den Teich und entfernte dabei überschüssiges Grün.

„Wir sind in der Verantwortung, unseren nachfolgenden Generationen das Wasser und die Gewässer in einer guten Qualität zu hinterlassen. Renaturierte Gewässer erfordern in der Regel einen geringeren Unterhaltungsaufwand und haben dennoch ein besseres Selbstreinigungsvermögen als stark ausgebaute Gewässer“, sagte Backhaus.

Naturnah wurde auch der Stromsgraben, ein Vorfluter im Gebiet der Gemeinde Utecht, ausgebaut, den der Landwirtschaftsminister und seine Begleiter am Morgen besucht hatten. Der Graben war im Zuge der Grenzsicherung verrohrt worden. Jetzt fließt der Graben wieder offen.

Nach Reden und Fachbeiträgen, die Backhaus sowie Vertreter von Wasser- und Bodenverbänden und des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt im Jägerhof Ostsee hielten, beschäftigte sich die Gruppe noch mit dem Zustand der Radegast, der sowohl in chemischer als auch in ökologischer Hinsicht verbesserbar ist.

Malte Behnk

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