Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Mit 32 Stimmen Vorsprung: Lars Prahler gewinnt Stichwahl
Lokales Nordwestmecklenburg Mit 32 Stimmen Vorsprung: Lars Prahler gewinnt Stichwahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:14 19.09.2016
19.10 Uhr im Rathaussaal von Grevesmühlen, Lars Prahler hat mit knappem Vorsprung gewonnen. Quelle: Fotos: Karl-Ernst Schmidt (2), Ln

70 Minuten mussten Lars Prahler und Uwe Wandel, die beiden verbliebenen Bürgermeisterkandidaten für die Stichwahl in Grevesmühlen, warten, bis das Ergebnis der Auszählung feststand. Um 18 Uhr hatten die Wahllokale geschlossen, um 19.10 Uhr blinkte die Anzeige im Rathaussaal von Grevesmühlen auf. Gerade einmal 32 Stimmen gaben den Ausschlag.

Zur Galerie
Das war knapp: 50,4 Prozent der Wähler haben sich am Sonntag für Lars Prahler als neuen Bürgermeister von Grevesmühlen entschieden.

Lars Prahler, der von der CDU aufgestellt worden war, erhielt 2048 Stimmen, sein Kontrahent Uwe Wandel (Die Linke) 2016. 45,2 Prozent Wahlbeteiligung sind deutlich mehr als bei den Stichwahlen in Grevesmühlen in der Vergangenheit. Fast jeder zweite Grevesmühlen hat sich an der Wahl beteiligt. Zahlreiche Anhänger beider Lager hatten sich Sonntagabend im Rathaussaal versammelt. Vor zwei Wochen, als insgesamt fünf Kandidaten angetreten waren und gleichzeitig die Landtagswahlen stattfanden, fand kaum ein Bürger den Weg in den Saal des Rathauses.

Anders Sonntagabend: Lars Prahler hatte im Wahlkampf angekündigt, dass er – sollte er Bürgermeister werden – bis 3 Uhr morgens Freibier ausgibt. „Das halte ich auch“, verkündete er nach der Bekanntgabe der Ergebnisse. „Ich bin froh, dass es vorbei ist. Und ich verspreche, dass ich mit allen Fraktionen in der Stadtvertretung gut zusammenarbeiten werden. Und eines habe ich in den ganzen Wochen des Wahlkampfes gelernt. Wählerstimmen verdient man sich nicht, sie sind ein Geschenk.“

Allerdings eines, das man sich verdienen muss. Prahler hatte zusammen mit der Grevesmühlener CDU in den letzten zwölf Monaten kräftig die Werbetrommel gerührt. „Das war streckenweise schon anstrengend“, räumte der 44-Jährige ein. „Aber am Ende hat es sich gelohnt.“

Uwe Wandel zeigte sich Sonntagabend als fairer Verlierer. „Das ist Demokratie, ich bin natürlich nicht glücklich mit diesem Ergebnis. Aber ich wünsche den Menschen in Grevesmühlen, dass sie die richtige Wahl getroffen haben.“ Ihm stünde nun die Arbeitslosigkeit bevor, erklärte der 58-jährige Unternehmer mit einem Augenzwinkern. Denn in wenigen Monaten übergibt er sein Autohaus an einen seiner beiden Söhne. „Ich bin froh, dass der Wahlkampf jetzt vorbei ist“, so der Unternehmer. „Es hat doch Nerven gekostet.“ Dabei hatte Wandel in den vergangenen zwei Wochen noch Unterstützung von den Einzelbewerbern Uwe Bendiks und Christiane Münter erhalten, die bei der Wahl am 4. September 17 beziehungsweise 5,4 Prozent geholt hatten und später ihre Wähler aufgefordert hatten, den Kandidat der Linken zu unterstützen. Die SPD hatte nach dem Ausscheiden von Stefan Baetke im ersten Wahlgang ihre Anhänger aufgerufen, Lars Prahler zu wählen.

Michael Prochnow

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Uns Frauen eilt ja der Ruf voraus, dass wir nicht einparken können oder besser gleich das Auto stehen lassen sollten, weil Männer sowieso besser fahren.

19.09.2016

Für die Blasenkrebs-Selbsthilfegruppe Wismar ist das morgige Treffen ein besonderes.

19.09.2016

Zwei Oktoberfeste hat es bereits am Freibad in Grevesmühlen gegeben und beide waren ein Erfolg. Deshalb soll am 1. Oktober ein drittes starten – in veränderter Form.

19.09.2016
Anzeige