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Nordwestmecklenburg Mit Fähnchen gegen stinkende Hundehaufen
Lokales Nordwestmecklenburg Mit Fähnchen gegen stinkende Hundehaufen
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21:28 09.06.2017
Karl-Heinz Fricke will Hundehalter öffentlich ermahnen. Mit Fähnchen sollen Haufen markiert werden. Quelle: Foto: Malte Behnk

Viele Hundehalter, die in der Gemeinde Kalkhorst unterwegs sind, sind nachlässig, wenn es um die Hinterlassenschaften der Vierbeiner geht. Das sieht zumindest Karl-Heinz Fricke aus Groß Schwansee so. Bürgermeister Dietrich Neick (FWK) pflichtet ihm bei. „In den vergangenen Monaten häufen sich die Beschwerden über Hundekot. Speziell in Kalkhorst und Groß Schwansee ist es mehr geworden“, sagt er.

Im Urlaub im Harz wurde Fricke auf eine Methode aufmerksam, um Hundehalter auf ihre Fehler aufmerksam zu machen. Dort wurden die Haufen der Hunde mit Fahnen markiert. Das will Fricke auch in Kalkhorst einführen. „Es gibt fast überall Spender für Beutel und man kann den Hundekot inzwischen recht gut entsorgen“, sagt Fricke, der selber Hundebesitzer ist, die Haufen seines Labrador aber immer eintütet. „Ich selber finde es nicht gut, wenn Hundehaufen direkt am Wegesrand liegen“, sagt er. Wie ihm gehe es auch vielen anderen Hundebesitzern. „Aber in der Öffentlichkeit werden alle über einen Kamm geschert“, sagt Fricke.

Er will die Hundehalter, die den Kot ihrer Tiere nicht beseitigen, jetzt öffentlich ermahnen. In Absprache mit der Gemeinde lässt Fricke Fähnchen anfertigen, auf denen Sprüche stehen wie „Auf frischer Tat ertappt“ oder „Wie der Haufen, so das Herrchen“. „Die Fähnchen wird es demnächst im Konsum in Kalkhorst geben. Dann kann jeder Bürger oder Tourist sie nach Belieben in jeden Hundehaufen piksen, der ihm unangenehm auffällt“, sagt Fricke. Mit einem ersten Versuch bei sich in Groß Schwansee habe er bereits Erfolg gehabt. „Dort hat regelmäßig jemand sein Tier auf eine öffentliche Wiese machen lassen. Seitdem ich das mal mit einer Fahne markiert hatte, kam es nicht mehr vor“, sagt Fricke. So hofft er auch bei anderen Hundebesitzern auf einen Lerneffekt. Dem Groß Schwanseer geht es nicht allein um sein ästhetisches Empfinden. „Ich habe mit Bauhofmitarbeitern gesprochen, die es sehr eklig finden, wenn überall Hundekot ist“, sagt Fricke. In Kalkhorst würden oft die Blumenbeete als Hundeklo missbraucht, die die Arbeiter des Bauhofs mit den Händen reinigen.

Karl-Heinz Fricke möchte das ändern. Dazu wäre die eine oder andere weitere Station zum Entnehmen von Hundekotbeuteln sowie zu deren späterer Entsorgung im Gemeindegebiet hilfreich, meint er.

Ebenso könnten aber aus seiner Sicht auch Vermieter von Ferienwohnungen Gäste mit Hunden auf ihre Pflichten hinweisen und zum Beispiel in den Wohnungen Tüten bereitlegen.

295 Hunde in der Gemeinde

Gemeldet sind in der Gemeinde Kalkhorst mit ihren elf Ortsteilen insgesamt 295 Hunde, die beim Amt Klützer Winkel registriert sind und für die Hundesteuer entrichtet wird. Hinzu kommen die Hunde der Tagesgäste und Urlauber.

Fähnchen zum Markieren der Hundehaufen wird es demnächst im Konsum-Laden in Kalkhorst geben. Sie werden mit Sprüchen bedruckt. Die Aktion trägt den Titel „Der Haufen muss mit“.

Malte Behnk

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