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Nordwestmecklenburg Mit „Hairspray“ für Toleranz werben
Lokales Nordwestmecklenburg Mit „Hairspray“ für Toleranz werben
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21:19 19.11.2016
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Wismar

. „Toleranz und Akzeptanz sind leider nicht mehr selbstverständlich. In einer Zeit mit Vorurteilen und Hass muss es darum gehen, den Menschen wieder die Werte nahezubringen, für die einst hart gekämpft wurde“, findet Anh Khoa Tran. Der 14-Jährige möchte dies mit dem bekannten Musical „Hairspray“ tun. Es soll im Juni 2017 im Wismarer Theater aufgeführt werden.

„Alle Sponsoren werden auf Flyern und Plakaten genannt.Anh Khoa Tran, Gymnasiast

FOTO: NORBERT WIATEREK

„Hairspray“ war bereits mehr als 2500 Mal am Broadway in New York zu sehen und 1000 Mal in London. Ein Jahr lang wurde es auch in Köln gezeigt. Nun soll die Geschichte der übergewichtigen Schülerin Tracy Turnblad – die von einer Karriere als Tänzerin träumt und es trotz aller Zweifler und Lästerer schafft, gerade wegen ihres durchschnittlichen Aussehens und ihrer Natürlichkeit zum Star zu werden – in Wismar auf die Bühne kommen. Ein Stück über Rassismus, aber auch Toleranz und Zivilcourage.

Anh Khoa Tran, Schüler des Wismarer Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums, will als Regisseur, Produzent und Darsteller wirken. Geplant ist, das Theaterstück viermal zu zeigen. „Zweimal für Schüler und zweimal für alle anderen Interessierten“, erklärt Anh Khoa Tran, der während des ersten „Lesefestes für alle“ im Wismarer Zeughaus mit seiner starken Stimme und gutem Gitarrenspiel begeisterte. Im Theater der Hansestadt sollen im Sommer Freunde, Mitschüler und Bekannte agieren, Tanz- und Sprechrollen übernehmen oder helfen, das ehrgeizige und „moralische“ Projekt zu unterstützten. „Ich gehe von 40 bis 50 Leuten aus. Viele Rollen sind schon besetzt. Aber nicht nur Akteure auf der Bühne sind nötig. Gebraucht werden auch ein Bühnenbild und Kostüme“, sagt Anh Khoa Tran, der auch Flüchtlinge zum Mitmachen animiert. Das Aufführungsrecht kostet nach Angaben des Schülers etwa 1200 Euro. Deshalb sucht der Gymnasiast für sein „Integrationsprojekt“ auch finanzielle Unterstützung. Hilfe hat schon der Verein „Das Boot“ zugesagt.

„Niemand darf wegen seiner Herkunft, seiner Hautfarbe oder wehen Äußerlichkeiten gemobbt werden“, betont Anh Khoa Tran. „Ich will, dass Menschen zufrieden und in Frieden nebeneinander leben können.

Es gibt nichts Besseres, als Menschen dabei zu helfen, glücklich zu werden.“

Kontakt: Anh Khoa Tran, ☎ 0174/7009761, E-Mail: nobody1xd1234@gmail.com

Norbert Wiaterek

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