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Nordwestmecklenburg Mit einem Sprung ins Sommervergnügen
Lokales Nordwestmecklenburg Mit einem Sprung ins Sommervergnügen
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19:16 27.06.2016
Schon zu DDR-Zeiten war der alte Sprungturm in der Badeanstalt ein Besuchermagnet – hier Anfang der 1980er Jahre. Quelle: Karl-Ernst Schmidt

Cool, cool und nochmal cool. Die Meinungen der Gäste im Freibad Grevesmühlen sind besser nicht zusammenzufassen. Gelobt wird hier der Sprungturm, der am Freitag bei bestem Sommerwetter eingeweiht worden ist. Der alte in den 1970er Jahren gebaute war im Jahr 2010 abgerissen worden. Die Pläne für ein neues Sprungelement lagen lange Zeit in der Schublade der Stadtverwaltung. Nun sind sie endlich realisiert worden.

Der Traum ist endlich Wirklichkeit: Im Grevesmühlener Freibad ist der neue Turm eingeweiht worden.

85000 Euro kostete das gute Stück mit einem Ein-Meter- und einem Drei-Meter-Brett auf einem Ponton aus Kunststoffelementen. Die Stadt konnte sich über eine Förderung in Höhe von 68000 Euro aus dem Leader-Programm der Europäischen Union freuen. Eingeworben worden sind die von der Aktionsgruppe Westmecklenburgische Ostseeküste. Kalkuliert wurde zunächst mit viel höheren Kosten, da ein fester Steg für den Sprungturm geplant war. Durch die Pontonlösung konnten erhebliche Kosten eingespart werden.

Dass das Freibad mit der Neuanschaffung um eine Attraktion reicher ist, findet nicht nur Jürgen Bühring als Vorsitzender des Freibadvereins. Auch Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz (ptl.) ist angetan. „Damit bekommt auch das Schulschwimmen eine ganz neue Qualität“, meint er. Und: „Hier ist das einzige Freibad im Landkreis, das über einen Drei-Meter-Turm verfügt.“

Lukas Milkereit aus Grevesmühlen kennt einen solchen Turm nur aus Nordrhein-Westfalen. Wenn er die Ferien bei seinen Großeltern verbrachte, war das dortige Freibad sein zweites Zuhause. Der 13-Jährige probierte sich in vielen waghalsigen Sprüngen aus, die er nun in Grevesmühlen perfektionieren kann. Ein Salto? Kein Problem! „Ich finde das so cool hier, auch die Atmosphäre“, schwärmt er.

Dass der Sprungturm nicht nur etwas für die kleinen Badegäste ist, bewies Daniel Poschadel, der auch den einen oder anderen Sprung aus drei Metern Höhe in den Ploggensee wagte. „Es ist einfach nur klasse, dass es jetzt hier wieder einen Sprungturm gibt“, resümiert der 21-Jährige, der regelmäßig im Freibad anzutreffen ist. Den alten Turm kennt der Grevesmühlener auch noch. An den kann sich auch Landrätin Kerstin Weiss (SPD) erinnern. Und sie weiß: „Der Verein kümmert sich rührend um das Freibad. Ohne diesen würde das Projekt nicht so weit vorangeschritten sein.“

Sechs Jahre hofften die Vereinsmitglieder auf einen neuen Sprungturm. „Und jetzt ist die Freude riesig, dass der Traum endlich wahr geworden ist“, so Jürgen Bühring, der die neue Anschaffung – wenn auch nur aus einem Meter Höhe – ebenfalls testete.

Den Verein „Unser Freibad Grevesmühlen“ gibt es seit Juni 2011. Ein Jahr zuvor war die Badeanstalt aus baulichen Gründen und sehr zum Ärger vieler Einwohner geschlossen worden. Die Vereinsmitglieder steckten viel Energie und Arbeit rein, sodass der Badebetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Ein Jahr später schloss die Stadt Grevesmühlen mit dem Verein einen Pachtvertrag. Seither ist das Freibad Anziehungspunkt für Jung und Alt in der Stadt. In diesem Jahr zählt die Badeanstalt bereits 2750 Gäste seit Saisoneröffnung am 1. Mai.

300 Euro für eine neue Überdachung

Über 300 Euro mehr auf dem Vereinskonto kann sich der Freibadverein Grevesmühlen freuen. Gespendet hat die Summe die städtische Wohnungsbaugesellschaft (Wobag). Auf dem Stadtfest hatten Mitarbeiter Kuchen und Bowle verkauft – alles selbst hergestellt. Den Erlös, so Wobag-Geschäftsführerin Uta Woge, wollte das Unternehmen in der Region lassen. „Und gerade der Freibadverein kann das Geld gut gebrauchen“, sagt sie. Soll doch im Eingangsbereich des Freibades am Ploggensee die Überdachung erweitert werden, verriet ihr der Vereinsvorsitzende Jürgen Bühring. jf

Zahlen und Fakten

255Verbindungsbolzen sind für die 148 blauen Doppelelemente verbaut worden. Gehalten wird der Ponton mit zwei 30 Meter langen Ankerketten und zwei 30 Kilogramm schweren Ankern.

Seit dem 1. Mai ist das Freibad in diesem Jahr geöffnet. Bisher zählte der Freibadverein als Betreiber fast 2800 Besucher.

Im Jahr 2010 ist der alte Sprungturm und der alte Steg aus den 1970er Jahren abgerissen worden.

Jana Franke

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