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Nordwestmecklenburg Montagabend: Schweigemarsch durch Grevesmühlen
Lokales Nordwestmecklenburg Montagabend: Schweigemarsch durch Grevesmühlen
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21:16 19.02.2016
Norbert Koschmieder, Referent der kath. Kirche.
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Grevesmühlen

Mvgida hat erneut zu einem Abendspaziergang in Grevesmühlen aufgerufen. Ausgerechnet sie wollen die Werte des christlichen Abendlandes schützen, die da sind: Hungrige zu speisen, Durstigen zu trinken zu geben, Obdachlose zu beherbergen, Fremde aufzunehmen, den Schwachen zu ihrem Recht verhelfen, um nur einige zu nennen. Doch hinter den eigentlichen Absichten von Mvgida stehen Verunsicherung, Angstmache, Rassismus, Hetze und Gewalt.

Andacht in Sankt Nikolai

Montag um 19 Uhr gibt es ein 15-minütiges Friedensgebet in St. Nikolai. Anschließend gibt es einen Schweigemarsch zum Friedhof und zum Gedenkstein.

In Deutschland brennen Häuser. Rassisten bedrohen Menschen auf offener Straße — Tag für Tag. Sie nutzen die Angst vor Anschlägen wie in Paris, um ausgerechnet Flüchtlinge zu attackieren, die selbst vor solchem Terror fliehen. Sie hetzen gegen Muslime und Juden, Menschen anderer Herkunft, Lesben, Schwule, Transgender und gegen Andersdenkende. Und während sich Europa nach außen abschottet, breiten sich rassistische Vorurteile in der Mitte der Gesellschaft aus. Sie sollen spalten — doch das darf nicht gelingen.

Hand in Hand gegen Rassismus und Terror — für Menschenrechte und Vielfalt: Lasst uns nicht nur in Berlin, München, Stuttgart, Köln, Leipzig, Hamburg und anderen Orten, sondern auch in Grevesmühlen, Aktionen der Solidarität starten! Lasst uns Moscheen, Kirchen, Synagogen, soziale Einrichtungen, Flüchtlingsunterkünfte und Rathäuser verbinden. Reiche Deine Hände, damit Tausende ineinandergreifen und eine Kette von Schutz und Solidarität bilden.

Es ist an der Zeit zu zeigen — unabhängig von Glauben, Herkunft, Hautfarbe und sexueller Identität — wir stehen füreinander ein. Gemeinsam treten wir für ein weltoffenes, menschliches und vielfältiges Deutschland und Europa ein.

Wir wissen, dass vor allem die Fluchtursachen bekämpft werden müssen. Aber wir verschließen nicht die Augen vor der Not der Menschen, die vor Verfolgung, Terror, Krieg, und Armut fliehen. Wir akzeptieren nicht, dass sie auf der Flucht nach Europa sterben! Wir stehen für die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Wahrung der Menschenrechte.

Wir rufen deshalb unsere Politiker, die Zivilgesellschaft, Kirchen und Religionsgemeinschaften auf: Weicht nicht zurück vor dem Hass, sondern steht ein für eine offene Gesellschaft! Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die Genfer Flüchtlingskonvention darf nicht in Frage gestellt oder durch nationale Asylrechts-Verschärfungen untergraben werden.

Stoppt Waffenexporte in Krisengebiete und bekämpft die Fluchtursachen. Schützt Flüchtlinge und alle, die von rassistischer Hetze und Angriffen bedroht werden.

Unterstützt haupt- und ehrenamtliche Helfer endlich ausreichend bei ihrer wertvollen Arbeit. Sorgt für Teilhabe und gelingende Integration. Alle Menschen haben das Recht, auf ein menschenwürdiges Leben, auf bezahlbaren Wohnraum und auf Zugang zu Bildung und Arbeit.

Gemeindereferent Norbert Koschmieder

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