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Nordwestmecklenburg Morgen geht‘s in Klütz heiß her
Lokales Nordwestmecklenburg Morgen geht‘s in Klütz heiß her
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20:10 04.07.2013
Klütz

Mit einem Umzug durch Klütz und einem großen Fest feiert die Freiwillige Feuerwehr Klütz morgen ihren 90. Geburtstag. Der Umzug startet um 10 Uhr auf dem Parkplatz am Sportplatz und führt über die Schlossstraße, Wismarsche Straße und Boltenhagener Straße zum Domizil der Brandschützer An der Festwiese. Dort stehen um 11 Uhr Grußworte auf dem Programm, ab 12 Uhr Mittagessen aus der Gulaschkanone oder vom Schwenkgrill sowie viele weitere Vergnüglichkeiten, etwa Torwandschießen oder eine Hüpfburg. Die Feuerwehrleute bieten nicht nur Führungen durchs Gerätehaus an, sondern präsentieren zwischen 13 und 15 Uhr auch ihre Technik.

„Für 2014 wurde ein neues Löschfahrzeug bewilligt. Das wird ein erster Schritt zur Erneuerung unseres Fuhrparks“, sagt Daniel Jenner, der im Januar einstimmig zum neuen Wehrführer gewählt worden war.

Ein altes Fahrzeug, das 1979 schon gebraucht gekauft worden war und dessen Heckpumpe bereits defekt ist, soll ersetzt werden. „Bei allen Fahrzeugen haben wir mittlerweile das Problem, dass es keine Ersatzteile mehr gibt“, ergänzt Maik Bombrowski. Auch er gehört zu den derzeit 34 Aktiven aus der Einsatzabteilung.

Seit vergangenem Jahr gibt es sogar einen Förderverein der Feuerwehr Klütz, dem aktuell 27 Personen angehören. Mit 14 Mitgliedern ist die Jugendwehr ebenfalls gut besetzt. Der Nachwuchs trainiert freitags mit Jugendwart Markus Arndt. Die Erwachsenen haben bei ihren wöchentlichen Ausbildungstreffen seit diesem Jahr Gäste aus Damshagen. Da die Brandschützer aus der Nachbargemeinde nicht eigenständig agieren dürfen, so lange sie keinen eigenen Wehrführer haben, halten sie sich und ihre Fähigkeiten bis dahin in Klütz fit.

Damshagen spielte schon bei der Gründung der Klützer Feuerwehr eine Rolle. Im April 1923 war es zu einem Großfeuer in Damshagen gekommen, bei dem die Klützer Ortsfeuerwehr ihre Aufgaben offenbar nicht optimal erfüllte. Jedenfalls kamen am 18. April 1923 — dieser Tag gilt als Geburtsstunde der Freiwilligen Feuerwehr Klütz — 57 Herren im „Hotel zum Berg“ zusammen, um die Situation zu analysieren. Bäckermeister Ernst Nevermann fertigte seinerzeit das Protokoll und vermerkte darin seinen eigenen Wortbeitrag: „Er versucht, es der Versammlung klar zu machen, dass die bestehende Ortsfeuerwehr durch eine freiwillige Feuerwehr abgelöst werden müsse, da letztere es für ihre Ehre halten würde, bei einem etwaigen Brande so schnell wie möglich zur Stelle zu sein, um das Feuer zu löschen beziehungsweise einzudämmen. Herr Nevermann lässt daraufhin abstimmen, wer von den anwesenden Herren für die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr sei, und durch Erheben von den Sitzen wird einstimmig die Freiwillige Feuerwehr Klütz gegründet.“

In einer Festschrift zum 90-jährigen Bestehen, die druckfrisch vorliegt, blicken die Brandschützer nicht nur zurück auf ihre Anfänge, sondern lassen auch zahlreiche herausragende Einsätze und Ereignisse Revue passieren. Etwa das Aufstellen des Maibaums an der Kirche am 30. April dieses Jahres, „zum ersten Mal seit langem“, fügt Daniel Jenner hinzu. „Ich bin jetzt 20 Jahre aktiv und kannte es bis dahin nicht.“ Im Mai hatte sich, rechtzeitig vor dem Amtsfeuerwehrtag, wieder eine reine Frauenstaffel gegründet, der Aktive aus Klütz und Damshagen angehören.

Ulrike Oehlers

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