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Nordwestmecklenburg Museum beherbergt 16 147 Objekte Neues Sammlungskonzept zeigt: Im Volkskundemuseum
Lokales Nordwestmecklenburg Museum beherbergt 16 147 Objekte Neues Sammlungskonzept zeigt: Im Volkskundemuseum
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00:00 20.10.2012
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Nordwestmecklenburg

Schönberg – Wer Fördergeld bekommen möchte, muss sich mit viel Bürokratie befassen. Das zeigte sich, als Olaf Both das Sammlungskonzept für das Volkskundemuseum in Schönberg jetzt den Stadtvertretern präsentierte. „Nur noch Museen, die ein Sammlungskonzept aufgestellt haben, werden künftig vom Land gefördert“, erklärte Both, warum das Konzept überhaupt ausgearbeitet werden musste. „Außerdem wollte ich die Sammlung genauer kennen lernen, um auch alles beackern zu können“, so Both weiter. Seit der Gründung des Museums 1903 gab es zum Beispiel unterschiedliche Leiter und Mitarbeiter, die teilweise verschiedene Schwerpunkte in der Sammlung setzten. In der bisherigen Inventarisierung sind, wie Olaf Both erklärte, 16 147 Objekte erfasst. Für sie gebe es zumindest einen Namen, eine Kurzbeschreibung und eine Nummer. „Damit liegt der Grad der Inventarisierung etwa bei 30 Prozent. Das heißt, wir haben noch einen langen Weg, aber es ist schon ein Anfang“, sagte Both zuversichtlich. Stadtvertreter Marian Stickel (UWG) wollte vom Museumsleiter wissen, was von der Sammlung wie gut erhalten sei. „Wir hatten ja mal eine Sitzung mit dem Bauausschuss und haben die gelagerten Sachen gesehen. Was geht über kurz oder lang verloren?“ Olaf Both konnte die herausklingende Sorge bremsen. „Maximal zehn Prozent der gesamten Sammlung könnten künftig wegen Schäden abgehen“, erklärte er. „Allerdings wurden einige Gegenstände, die offen auf dem Bechelsdorfer Schulzenhof ausgestellt waren, entfernt, weil sie vom Holzwurm befallen waren und der sich nicht weiter ausbreiten sollte.“Both erklärte den Stadtvertretern auch, dass die Sammlung des Volkskundemuseums jedem zugänglich sein soll, „aber auf unterschiedlichen Wegen“. Um die historischen Objekte zu schützen, soll der Zugang zur gesamten Sammlung primär über die Datenbank, Inventarbücher und Kataloge gewährt werden. Über die Dauerausstellung, Sonderausstellungen, Vorführungen und museumspädagogische Programme sollen Interessierte aber auch weiterhin den direkten Zugang zu den Ausstellungsstücken bekommen.Allerdings könnte die Sammlung des Schönberger Museums etwas kleiner werden. Naturkundlicher Präparate sind in eher schlechtem Zustand. „Wir haben etwa hundert unterschiedliche Eier, eine kleine Sammlung an Samen und einige Pflanzenherbarien“, schilderte Olaf Both. Die Objekte müssten aus seiner Sicht restauriert werden, wenn sie präsentiert werden sollten. Oder man könne sie ganz abgeben. „Es gibt recht viele naturkundliche Sammlungen und wir müssten uns nicht allzu intensiv um den Erhalt bemühen“, sagte Both.

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