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Nordwestmecklenburg Musikgenuss aus der Scheune
Lokales Nordwestmecklenburg Musikgenuss aus der Scheune
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20:17 02.08.2016

Unter dem Holzdach der Fachwerkscheune in Niendorf auf Poel wird Martynas Levickis heute Abend ab 19.30 Uhr beweisen, dass das Akkordeon mehr ist als ein Instrument für Volksmusik. Für das Programm im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern spannt der junge Musiker aus Litauen den Bogen vom Wiener Walzer bis zu romantischen musikalischen Erzählungen. Als Höhepunkt präsentiert der Publikumspreisträger von 2014 das Akkordeonkonzert des tschechischen Komponisten Václav Trojan. Begleitet wird er vom Landesjugendorchester Mecklenburg-Vorpommern, das einmal mehr unter der Leitung von Stanley Dodds spielt.

Gestern herrschte auf dem Hof von Elke und Hans Joachim Lembke schon emsiges Treiben, um alles für den Konzertabend vorzubereiten. „Doch so langsam haben wir Übung darin“, sagt Elke Lembke. 1995 hatte ihr Mann das 1860 erbaute, mittlerweile aber verwahrloste Gut gekauft und in vier Jahren saniert, restauriert und neu aufgebaut. 2008 entdeckten die Festspiele MV die Scheune als neuen Spielort und weihten die Spielstätte mit einem Konzert des Klarinettisten Matthias Schorn ein.

„Seitdem waren die Festspiele jedes Jahr bei uns, immer mit wunderbaren Konzerten“, sagte Sabine Brauer vom ehrenamtlichen Beirat gestern während einer Aufbaupause. Erstmals wird es in diesem Jahr aber drei Konzerte auf der Insel geben. „Dass die Violinistin Vilde Frang, dieses Jahr Künstlerin in Residence, gleich zweimal kommt, ist wie geadelt werden“, erklärte das Beiratsmitglied und lachte.

Elke und Hans Joachim Lembke sind an den Künstlern immer ganz nah dran. In ihrem Haus können sich die Solisten und der Dirigent in Tageszimmern vor dem Konzert erholen und vorbereiten. „Bei manchen merkt man nicht einmal, dass sie da sind, so leise sind sie“, erzählte Elke Lembke. Es komme aber auch schon mal vor, dass plötzlich ein junger Mann vor ihr steht und nach einem Bügeleisen fragt, weil sein Hemd zerknittert ist. „Es ist immer eine schöne Atmosphäre, wenn hinter einem Busch im Garten eine Violine ertönt und hinter einem anderen vielleicht eine Flöte.“ Dann sei Leben auf dem Grundstück, sagte die Hausherrin. Stanley Dodds werde das dritte Mal zu Gast sein. „Voriges Jahr kam er mit seiner ganzen Familie“, erinnerte sich Elke Lembke.

In der Scheune hatten die Mitarbeiter von Sound & Light Wismar die Bühne bereits weitgehend aufgebaut. Nun ging es an die Scheinwerfer, die das Orchester und den Solisten ins rechte Licht rücken. Alles lief ohne Hektik. „Man bekommt Übung“, sagte Chef Lars Maronn. Unterstützung bekommen die fleißigen Helfer von der Kurverwaltung – und Kurdirektor Markus Frick packt auch selbst mit an – dem Verein Poeler Leben und vor allem der freiwilligen Feuerwehr. Ihre Mitglieder kümmern sich um die Autos, die das als Parkplatz hergerichtete Feld nahe der Veranstaltungsscheune ansteuern. „Den Kameraden möchte ich schon jetzt ein ganz herzliches Dankeschön sagen. Sie organisieren das immer ganz toll“, lobte Sabine Brauer.

Karten für das Konzert heute gibt es noch in der Kurverwaltung auf Poel und an der Abendkasse.

Sylvia Kartheuser

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