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Nordwestmecklenburg Nach dem Feuer in Moor: Klütz hilft
Lokales Nordwestmecklenburg Nach dem Feuer in Moor: Klütz hilft
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18:12 02.05.2016

Gestern Morgen erfuhren die Schüler der siebten Klasse in der Regionalen Schule in Klütz, dass das Haus der Familie ihrer Mitschülerin am Wochenende abgebrannt war. Sofort waren alle der Meinung: Wir wollen helfen.

Der erste Vorschlag der Klassensprecher war, einen Kuchenbasar zu veranstalten, um zumindest schon ein wenig Geld sammeln zu können. Morgen will die Klasse möglichst viel Kuchen an die Mitschüler verkaufen. Ein erster Schritt, finden auch Klassenlehrerin Claudia Müller und Schulsozialarbeiter Daniel Soth-Worofka. „Die Familie hat eigentlich nichts mehr“, sagt Soth-Worofka. Der Schülerin und ihren Eltern sei eigentlich nur geblieben, was sie anhatten, als sie das brennende Haus verließen. „Ich habe mich erst einmal um ein wenig Kleidung gekümmert. Klütz hilft hat für die Familie die Kleiderkammer geöffnet. Dort konnten sie etwas für die nächsten Tage bekommen.“ Außerdem will er sich um einige Materialien bemühen, die das Mädchen für den Unterricht braucht, angefangen bei einem Rucksack.

Die Siebtklässler werden sich in den nächsten Tagen außerdem darum kümmern, die bisherigen Aufzeichnungen ihrer Mitschülerin wieder herzustellen. „Das ist ja auch alles verbrannt“, sagt Claudia Müller. „Aber so ganz persönliche Dinge wie Fotos oder andere Erinnerungen lassen sich natürlich nicht ersetzen“, fügt sie hinzu.

Nicht nur die siebte Klasse, auch der Schulförderverein möchte die Familie der Siebtklässlerin unterstützen und zumindest 100 Euro spenden.

Schulsozialarbeiter Daniel Soth-Worofka hat auch direkt den Kontakt zu Mandy Krüger gesucht, der Bürgermeisterin der Gemeinde Damshagen, zu der Moor gehört. Auch sie zeigt Betroffenheit wegen des Brandes, der das Wohnhaus in Moor zerstörte. „Ich habe schon morgens um 5 Uhr davon erfahren, weil die Feuerwehr bei mir nach einem Bagger fragte“, berichtet sie. Die Gemeinde Damshagen lässt jetzt über die Amtsverwaltung ein Spendenkonto einrichten. „Sobald es vorhanden ist, werden wir die Daten auf der Internetseite www.damshagen.info veröffentlichen“, sagt sie. Die Bürgermeisterin sucht auch nach weiteren Wegen, den vom Brand betroffenen Bewohnern zu helfen, denn das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Wer Geld- oder Sachspenden zur Verfügung stellen möchte, soll sich per E-Mail an Mandy Krüger wenden: krueger.damshagen@web.de.

Von mab

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