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Nach der Wahl: Das Aufräumen hat begonnen

Politik Nach der Wahl: Das Aufräumen hat begonnen

Nur die CDU in Nordwestmecklenburg feiert — Liberale erleben ein Desaster. Die Linke verliert drastisch in früheren Hochburgen.

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Aufräumen in Grevesmühlen: Ein Mitarbeiter der Firma Mohr Design entfernt Plakate der Partei Die Linke.

Quelle: Foto: Karl-Ernst Schmidt

Grevesmühlen — Am Tag nach der Wahl hat bei den Parteien das Aufräumen begonnen. In Feierstimmung ist einzig die CDU, die auch in Nordwestmecklenburg beste Ergebnisse einfuhr.

Entsprechend gut die ist die Stimmung bei den CDU-Mitgliedern nach der Bundestagswahl: „Ich habe zwar im Wahlkampf eine hohe Akzeptanz bemerkt, mit so einem grandiosen Ergebnis habe ich aber nicht gerechnet“, hatte Dietrich Monstadt (CDU), Direktkandidat im Wahlkreis 12, noch am Wahlabend gesagt. Da hatten die Christdemokraten schon allen Grund zum Jubeln. Denn auch Karin Strenz hatte den Wahlkreis 13 klar zu ihren Gunsten entschieden. Strenz erzielte bei den Erststimmen satte 43 Prozent.

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Karin Strenz (CDU)

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In vielen Orten im westmecklenburgischen Wahlkreis 12 hat die CDU sogar annähernd so viele Prozentpunkte gewonnen, wie Die Linke verloren hat. Deren Verluste sind in der Region drastisch. Konnte man zum Beispiel die Städte Schönberg, Dassow und auch Gadebusch 2009 noch als Hochburgen der Linken bezeichnen, erreichten sie dort doch mehr als 30 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sowohl in Dassow als auch in Schönberg hat die Partei am Wochenende mehr als zehn Prozent im Vergleich zu 2009 verloren. Im Gegenzug legte die CDU in Dassow 11,8 Prozent und in Schönberg 11,1 Prozent zu. Dennoch hat der Direktkandidat der Linken im Wahlkreis 12, Dietmar Bartsch, über die Landesliste einen Platz im Bundestag.

Wundenlecken auch bei der SPD: Während Christdemokrat Dietrich Monstadt feierte, war der Direktkandidat der SPD im Wahlkreis 12, Hans-Joachim Hacker, zwar enttäuscht vom Wahlergebnis, aber noch hoffnungsvoll, einen Sitz im Bundestag zu bekommen. Inzwischen ist klar: Hacker hat kein Mandat in Berlin, obwohl er 25,9 Prozent der Erstsimmen bekam. Über die Landesliste ziehen Sonja Steffen, Jeannine Pflugradt und der Wismarer Frank Junge in den Bundestag ein. Junge war gestern schon zu einem ersten Treffen auf dem Weg nach Berlin.

Das größte Debakel erlebte die FDP. Im Wahlkreis 13 bekam sie nur 2,2 Prozent, im Wahlkreis 12 2,3 Prozent. Zu den Senkrechtstartern zählte bei ihrer Premiere die AfD. Die Alternative für Deutschland erreichte in den Wahlkreisen 12 und 13 jeweils 5,3 Prozent. Dabei könnte die AfD von Stimmverlusten bei FDP, Grünen und NPD profitiert haben. Im Vergleich zur FDP halten sich die Verluste der Grünen im Vergleich zu 2009 in Grenzen. 0,8 Prozent verloren sie im Wahlkreis 12, 1,8 Prozent im Wahlkreis 13.

Die NPD im Wahlkreis 12 hat 0,1 Prozent zu 2009 eingebüßt und landet bei 2,7 Prozent — identisch mit dem landesweiten Ergebnis. Der Rostocker Politikwissenschaftler Martin Koschkar warnt aber vor einer Verharmlosung der rechtsextremen Partei: „Die 2,7 Prozent vom Sonntag können wir als das Stammwählerpotenzial der NPD in Mecklenburg-Vorpommern sehen.“ Das unter bestimmten Bedingungen, etwa Protest gegen politische Entscheidungen, zusätzlich mobilisierbare Potenzial der NPD könne bis an neun Prozent heranreichen.

Chancenlos waren die Piraten. Kandidat Dennis Klüver erhielt 2,2 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis 13, Karsten Jagau im Wahlkreis 12 bekam 2,3 Prozent, als Partei reichte es nur zu 1,6 Prozent.

Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 12 lag bei 67,5 Prozent, im Wahlkreis 13 bei 65,9 Prozent.

Weitere Ergebnisse von der Wahl lesen Sie auf Seite 12.

So wählte die Kreisstadt Wismar
Die CDU hat die meisten Stimmen erhalten. 35,2 Prozent entfielen auf Direktkandidatin Karin Strenz, 36,5 Prozent erhielt die Partei. Zweitstärkste

Kraft ist die SPD mit 29,6 Prozent für Direktkandidat Frank Junge und 23,5 Prozent für die Sozialdemokraten mit Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.


Die Linke erhielt 21,7 Prozent der Zweitstimmen und 22, 9 Prozent der Erststimmen für Martina Bunge.

Malte Behnk und Heiko Hoffmann

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