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Nordwestmecklenburg Nach einem Jahr: Kontrolle der Spielplätze hat sich bewährt
Lokales Nordwestmecklenburg Nach einem Jahr: Kontrolle der Spielplätze hat sich bewährt
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20:10 27.06.2013
Damit sich Kinder wie die einjährige Hanna ungefährdet auf den Spielplätzen bewegen können, schaut Peter Robst dort nach dem Rechten.
Grevesmühlen

Die Spielplätze in Grevesmühlen sind in einem guten und funktionstüchtigen Zustand. Die vor einem Jahr ins Leben gerufene Aktion, Menschen der Stadt Grevesmühlen für die ehrenamtliche Kontrolle der acht Spielplätze inklusvie Skaterbahn zu gewinnen, ist allerdings nur zum Teil aufgegangen. Das bestätigte jetzt Bauamtleiter Lars Prahler auf Anfrage. Denn immer noch fehlen für sechs Spielplätze ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Arbeit der beiden einzig aktiven „Spielplatzranger“, Peter Robst und Mario Wehr, habe sich hingegen bewährt. Dienstags bis donnerstags gehen die beiden Familienväter einmal am Tag über den naheliegenden Spielplatz und begutachten alle Teile (LN berichtete). Montags und freitags übernehmen das die Mitarbeiter des Bauhofes. „Mal dran rütteln, schauen ob die Schrauben alle fest sind. Das ist in wenigen Minuten erledigt“, so Peter Robst, der von ehrenamtlicher Arbeit scheinbar nicht genug bekommen kann. Er ist Vorsitzender des Grevesmühlener FC und organisiert Feste und Reisen zu sportlichen Veranstaltungen für die Bewohner des Wohngebietes. „Das macht mir Spaß. Dafür muss man kein Geld bekommen. Wenn jeder ein kleines Bisschen mit anpackt, wird es in vielen Bereichen besser“, erklärt der 44-Jährige sein Engagement.

Ähnlich sieht das auch Mario Wehr, der zudem im Kreihnsdörper Karnevalsverein aktiv ist. „Bisher habe ich zwar noch nicht viel gefunden. Aber wenn mal an der Schaukel eine Schraube locker ist, dann wird kurz im Bauhof angerufen und es wird sofort repariert. Das funktioniert tadellos“, so der 32-Jährige. Dennoch hat Wehr auch einen Verbesserungsvorschlag für die Initiative. „Gut wäre es, wenn ein deutlich lesbarer Zettel oder eine Tafel darauf hinweist, wo man bei einer erkannten Gefahr anrufen kann.“ Diesen Vorschlag will auch Lars Prahler aufnehmen: „Das ist eine gute Idee. Es sind zwar überall Schilder angebracht, aber die sind wohl zu klein und schwer zu erkennen. Wir werden dem Hinweis nachgehen“, versprach der Bauamtleiter.

Vor über einem Jahr übernahmen Peter Robst und Mario Wehr die Partnerschaft für jeweils einen vor ihrer Haustür liegenden Spielplatz an der Klützer Straße im Norden der Stadt sowie im Baugebiet West II Richtung Börzow. Bis jetzt ging es nur um Kleinstreparaturen beim Testen der Spielgeräte aus Holz, Blech und Kunststoff. „Unser Spielplatz hier in West II ist noch nicht alt. Das funktioniert alles noch. Aber ich glaube, es gibt auch andere Spielplätze und wenn es den einen oder anderen Bürger in der Stadt gibt, der dort regelmäßig vorbeikommt, sollte er helfen“, schlägt Robst vor. Er selbst könnte bald der Einzige sein, der einen Spielplatz überwacht, denn Mitstreiter Mario Wehr wird umziehen und damit den Spielplatz an der Klützer Straße nicht mehr betreuen. Doch wenn es noch mehr engagierte Einwohner geben würde, könnte auch der Nachwuchs täglich gefahrlos auf den Spielplätzen des Stadt unterwegs sein.

Das Spielplatzprojekt Bürgerwiese
Spielweg: Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das Bauamtsleiter Lars Prahler vor knapp zwei Jahren vorstellte. Der Umbau des Spielplatzes auf der Bürgerwiese im Zentrum der Stadt und die Errichtung eines so genannte Spielweges am Lustgarten kostet nach groben Schätzungen etwa 230 000 Euro. Und wurde vorerst aus finanziellen Gründen verschoben. Hintergrund der angedachten Sanierung beziehungsweise des Neubaus ist die kostenintensive Pflege der vorhandenen Geräte. Mit etwa 30 000 Euro wird pro Jahr der Aufwand veranschlagt, um die sieben Spielplätze mit rund 50 Geräten zu pflegen und zu reparieren.

Ziel ist es laut der von Lars Prahler im Jahr 2011 vorgestellten Studie, die Anlage auf der Bürgerwiese komplett neu zu gestalten und auf der Grünanlage am Lustgarten einen Spielweg zu bauen. Angesichts der Haushaltskonsolidierung stehen allerdings solche Projekte auf der Warteliste ziemlich weit hinten.

So gibt es weder einen Zeitplan, wann das Projekt umgesetzt werden könnte. Noch ist klar, wie die neuen Spielplätze finanziert werden können.

Maik Freitag

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