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Nordwestmecklenburg Nach schweren Unfällen: Bau von Ampeln geplant
Lokales Nordwestmecklenburg Nach schweren Unfällen: Bau von Ampeln geplant
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20:10 09.08.2018
Noch stehen an der Einmündung der L 01 in die B 104 östlich von Schönberg Vorfahrtsschilder. Geplant ist, sie aus Sicherheitsgründen durch Stoppschilder zu ersetzen. Quelle: Foto: Jürgen Lenz
Schönberg

Wird an der Kreuzung der B 104/L 01 östlich von Schönberg eine Ampelanlage gebaut? Pläne dafür sind in Arbeit. Hintergrund sind schwere Verkehrsunfälle an der Stelle.

Das Schweriner Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung teilte auf Anfrage der Lübecker Nachrichten mit: „An der von Ihnen angesprochenen Kreuzung B 104/L 01 zwischen Schönberg und Roduchelstorf kam es im Zeitraum 2015 bis 2017 zu vier Einbiegen-/Kreuzen-Unfällen mit Personenschaden.“ Die Sachschäden beziffert das Ministerium auf insgesamt mehr als 650000

Euro.

Mittlerweile hat sich die örtliche Unfallkommission des Landkreises Nordwestmecklenburg mit der Kreuzung befasst. Nach Auskunft des Verkehrsministeriums hält sie angesichts der Gefahren zwei Vorhaben für grundsätzlich geeignet und angemessen: Aufstellen eines Stopp-Schildes an der Einmündung der Landesstraße in die Bundesstraße, verbunden mit dem Markieren einer Haltelinie, und eine „Knotenpunktüberplanung“. Die beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern eingerichtete Landesunfallkommission hat die bisher erstellten Unterlagen gesichtet und nach überschlägiger Prüfung als geeignet beurteilt. Das Ministerium erläutert: „Für die Knotenpunktüberplanung und damit verbunden das Errichten der Lichtsignalanlage sind zunächst weiterführende entwurfs- und planungstechnische Untersuchungen/Bewertungen notwendig.“ Dazu hat das zuständige Straßenbauamt Schwerin bereits ein Ingenieurbüro beauftragt. Es überplant die Kreuzung mit dem Ziel, eine Ampelanlage zu installieren. Das Ministerium erklärt: „Momentan gehen die Kollegen davon aus, dass die Lichtsignalanlage voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 realisiert werden kann.“

Neu ist die Idee, an der Kreuzung B 104/L 01 eine Ampelanlage zu errichten, nicht. Anfang vorigen Jahres sprach sich der Schönberger Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr, Umwelt und Ordnung einstimmig dafür aus, dass aus Sicherheitsgründen zu Beginn des neuen in Richtung Roduchelstorf führenden Radwegs eine Querungshilfe eingerichtet werden soll, die verhindert, dass Radfahrer an dieser Stelle ohne anzuhalten die Bundesstraße kreuzen. Vorzugsweise solle das durch eine Ampelanlage geschehen, meinte der Ausschuss der Stadtvertretung. Eine Ampelanlage war damals nicht geplant. Die Kreisverwaltung teilte seinerzeit auf Anfrage mit: „Der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises liegt zur Errichtung einer Ampel an der genannten Stelle weder eine entsprechende Planung noch ein Antrag des zuständigen Straßenbauamtes vor.“ Daher könne die Straßenverkehrsbehörde dazu gegenwärtig auch keine verkehrsrechtliche Anordnung treffen. Die Verwaltung erklärte: „In den vom Straßenbauamt hierzu vorgelegten Planungsunterlagen ist die Errichtung einer Lichtsignalanlage im Bereich der Kreuzung zwischen der Bundesstraße 104 und der Landesstraße 01 nicht vorgesehen.“ Nach den gesetzlichen Regelungen würde bei der Aufnahme einer solchen Anlage in die Planungen die Straßenverkehrsbehörde im Genehmigungsverfahren beteiligt. Sie würde dann eine verkehrsrechtliche Anordnung zur Errichtung erteilen.

Kommisionen für mehr Verkehrssicherheit

Unfalluntersuchungen sind in Mecklenburg-

Vorpommern die

Grundlage der Arbeit von Verkehrsunfallkommissionen in

den Landkreisen

und kreisfreien

Städten. Den Kommissionen gehören unter Federführung der

Straßenverkehrsbehörden auch Vertreter von Polizeidienststellen und Straßenbauämter an. Erklärtes Ziel ist, „durch geeignete Maßnahmen

unfallbegünstigende Umstände zu beseitigen.“ Das kann nicht nur das Aufstellen

von Verkehrszeichen und Ampeln sein.

Ebenso möglich

ist, die Fahrbahnmarkierungen zu

ändern, Straßen umzubauen, Sichtbehinderungen zu beseitigen oder auch das Einhalten von Tempolimits

zu überwachen. jl

Jürgen Lenz

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