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Nachwuchsreiches Frühjahr im Wismarer Tierpark

Wismar Nachwuchsreiches Frühjahr im Wismarer Tierpark

Bei den Präriehunden boomt es, ein neuer Wisent gilt als bemerkenswerter Zuchterfolg / Besucher der Anlage am Köppernitztal können sich über einige Neuheiten freuen.

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Noch ist das kombinierte Alpaka-Nandu-Gehege nicht fertig, doch das saftige Weidegras mundet den Tieren bereits.

Wismar. Das Frühjahr zeigt sich im Tierpark der Hansestadt von seiner besonders schönen Seite. Nicht nur weil es dort besonders üppig grünt und blüht. Reichlich Nachwuchs hat sich eingestellt oder wird noch erwartet. Für Besucher ist das besonders interessant. Das sehen auch Britta und Marco Könemund aus Berlin so. Die nahe Ferienwohnung auf der Insel Poel führt sie immer mal wieder in die Hansestadt und damit ebenso zum Park am Köppernitztal.

LN-Bild

Bei den Präriehunden boomt es, ein neuer Wisent gilt als bemerkenswerter Zuchterfolg / Besucher der Anlage am Köppernitztal können sich über einige Neuheiten freuen.

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Besonders beliebt ist der hautnahe Kontakt dort, wo Füttern erlaubt ist. Und ein dickes Lob gilt zudem all jenen, die in der Winterpause dafür sorgen, dass es mit jedem Saisonstart etwas Neues zu entdecken gilt.

„Unsere beiden Kinder wollen immer wieder zu den Tieren, besonders jetzt, wo sich in vielfältiger Weise Nachkommenschaft zeigt“, erklären die beiden Berliner. Unterdessen lässt sich ihr noch nicht schulpflichtiger Nachwuchs mal eben ein paar Runden mit der Tierpark-Bahn über den Rundkurs fahren.

Den Job als Lokführerin hat Tierpflegerin Antje Riek mal eben übernommen, weil ohnehin im Spätdienst. Doch dann geht es für sie gleich weiter mit dem Füttern. Auf dem weitläufigen Areal ist allerdings Mobilität per Fahrrad angesagt. Und wer die erfahrene und engagierte Frau vom Fach einmal begleitet, die im August 26 Dienstjahre zum Wohle der Hege und Pflege einbringt, kann von ihr stets eine Menge erfahren. Immerhin leben auf dem Gelände fast 300 Tiere, die 46 Arten präsentieren, angefangen vom bulligen Wisent bis zum Präriehund in freier Natur.

Bei besagten Großtieren mit Bulle und zwei Kühen stellte sich übrigens am 18. Mai Nachwuchs ein. Der wiederholte Zuchterfolg gilt dabei als durchaus bemerkenswert.

Nicht weit entfernt zeigt sich das Frühjahr bei den Ziegen und Schafen einmal mehr sehr nachwuchsfördernd. Das Ergebnis: 15 Zicklein und zehn Lämmer.

Einen quiekenden Sechserpack Ferkel haben die chinesischen Maskenschweine dem Wismarer Tierpark beschert. „Der Wurf gelang am Pfingstsonnabend“, weiß Antje Riek zu berichten. Nicht zuletzt und kaum zu zählen bei der Lebendigkeit, sorgten die Präriehunde in ihren unterirdischen Wohnhöhlen für einen regelrechten Nachwuchsboom.

Ruhig und gemächlich geht es dagegen bei den Straußenvögeln zu. Schließlich gilt das Brüten ebenfalls als nachwuchsfördernde Betätigung. Ob allerdings deren Ausdauer bis zum Schlüpfen der Großküken wirklich ausreicht, sei dahingestellt.

Letztendlich sind noch einige Muttertiere beim Dam- und Rotwild in freudiger Erwartung.

Das könnte ebenso für eines der bereits in Eingewöhnung befindlichen fünf Alpakas, darunter ein Hengst, zutreffen. Nur die Nandus fehlen noch, da die auf vier Hektar erweiterte, neue Kombianlage noch nicht ganz fertiggestellt ist. „Später wird aus dieser Vergesellschaftung zweier Tierarten, die ansonsten beide in Südamerika zusammenleben, eine weitere Besucherattraktion“, erklärt Marina Welsch.

Sie ist für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständig und verweist bereits jetzt auf Besucherzahlen, die sich mindestens auf dem Niveau des vergangenen Jahres bewegen. Damit wurde die am 1.

März begonnene Saison sehr zur Freude der 14 fest angestellten Mitarbeiter sowie weiterer „dienstbarer Geister“ bisher gut angenommen. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass auch bei lang anhaltendem Sonnenschein etliche den Weg zur „tierisch-grünen Lunge“ am Köppernitztal finden, wenn sie neben dem Strandbesuch mal eine Abwechslung brauchen.

Hans-Joachim Zeigert

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