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Nahverkehrskonzept wird im September ausgewertet

Grevesmühlen Nahverkehrskonzept wird im September ausgewertet

Darin sind sich die Fraktionen des Kreistages Nordwestmecklenburg zur Abwechslung einig: Das neue Nahverkehrskonzept läuft — aber noch nicht optimal. Mit den Ergebnissen einer Auswertung soll das Tarifsystem deswegen nachgebessert werden.

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Seit dem 1. Januar gilt das neue Nahverkehrskonzept in Nordwestmecklenburg.

Quelle: Karl-Ernst Schmidt

Grevesmühlen. Die Fraktion Grüne/Liberale/Familie brachte deshalb das Thema Auswertung bei der Kreistagssitzung am Donnerstag auf die Tagesordnung. Die Fraktionen CDU und SPD sprangen mit einem weiteren Antrag auf.

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Ein Hauptproblem ist, dass das System den Bürgern nicht ausreichend nahe gebracht wurde.“Dietmar Hocke (LuL)

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„Wir stehen hinter dem neuen Konzept und wollen nichts kaputt reden“, betonte Regina Groß von den Grünen. „Doch wir müssen die Probleme der Bürger ernst nehmen. Denn der neue ÖPNV soll eine Erfolgsgeschichte werden.“ Deshalb forderte ihre Fraktion, dass die Landrätin bis zum Monat Juli eine Zwischenauswertung vorlegt, mit besonderem Augenmerk auf das Tarifsystem. Das Hauptproblem liege beim Kurzstreckentarif. Landrätin Kerstin Weiss (SPD) räumte schon vorab ein, dass an diesem Punkt noch nachgebessert werden müsse. Fahrgäste können derzeit beispielsweise für vier Euro von Selmsdorf nach Warin fahren, bezahlen aber denselben Preis für die Strecke von Boltenhagen in den Ortsteil Tarnewitz.

Kreistagsmitglied und Nahbus-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Berkhahn (CDU) hält den Juli für zu früh, um eine aussagekräftige Auswertung zu bekommen. „Es zeigt sich, dass beschlossene Dinge in der Praxis nicht so laufen wie erwartet“, gab Berkhahn zu. „Also müssen wir gegensteuern. Doch für Elementares braucht man eine gewisse Anzahl an Grunddaten.“ Deshalb forderte seine Fraktion gemeinsam mit der SPD die Verwaltung dazu auf, diese Zahlen im September vorzulegen. „Ein Schnellschuss könnte fatal sein“, so Berkhahns Befürchtungen.

Wolfgang Glaner (SPD) betonte: „Eine Evaluierung bedeutet, dass mit Sach- und Fachkunde an den bekannten Problemen gearbeitet wird.“ Dafür seien die zuständigen Ausschüsse sowie die neu gegründete Arbeitsgruppe ÖPNV zuständig. „Eigentlich sind unsere Anträge doch nicht weit voneinander entfernt,“ sagte Glaner. Alle drei Fraktionen würden im Grunde genommen das Gleiche fordern.

Für René Domke (FDP) sind das keine zufriedenstellenden Erklärungen: „Warum wollen wir so lange warten? Die Sommer- und Ferienzeit sind keine aussagekräftigen Monate.“ Er wolle keine Zeit vergeuden und werde nach dem ersten Quartal die Zahlen einfordern. „Jeder Unternehmer würde jetzt ebenso schnell handeln“, so Domke.

Dietmar Hocke (LuL) sieht zusätzlichen Nachholbedarf in der Informationspolitik. „Ein Hauptproblem ist, dass das System den Bürgern nicht ausreichend nahe gebracht wurde“, so seine Einschätzung. Zu viel Unklarheit herrsche daher auch über die verschiedenen Tarifoptionen. „Das Konzept muss intensiver mitgeteilt werden“, lautete seine Forderung.

Simone Oldenburg (Die Linke) sieht nicht nur ein bisschen Änderungsbedarf: „Wir wollen einen Sozialfahrpreis einführen, brauchen billigere Schülerfahrkarten und müssen auch an die Berufsschüler denken“, zählte sie auf. „Deshalb müssen wir die Daten so umfassend wie möglich erheben und dafür brauchen wir verlässliche Zahlen.“ Ihre Fraktion stimmte somit für den Antrag der CDU/SPD, sprich für eine Bewertung der Zahlen im September. „Wir wollen das im Zusammenhang sehen, da es noch viel zu klären gibt.“ Trotz kritischer Worte dankte Simone Oldenburg dem „derzeit wohl meist gefragten Mann im Landkreis“, Jörg Lettau, Geschäftsführer der Nahbus GmbH. „Vielen Dank für Ihre Arbeit. Schön, dass Sie immer noch hier sind und das sogar mit guter Laune.“ Klopfende Zustimmung bekam sie aus dem Plenum.

Vanessa Kopp

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