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Nordwestmecklenburg Naturschutz für Wismarer Bucht
Lokales Nordwestmecklenburg Naturschutz für Wismarer Bucht
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21:35 25.10.2013
Kirchdorf

„Der Naturschutz hat jetzt wieder etwas mehr Gewicht erhalten“, freute sich gestern Gabriele Richter (parteilos). Die Bürgermeisterin der Gemeinde Insel Poel unterzeichnete am späten Nachmittag im Kirchdorfer Gemeindezentrum gemeinsam mit Joachim Müller, Büroleiter des Fördervereins Poeler Kogge, und Peter Schurbaum, Vorsitzender des Fördervereins Schoner „Atalanta“, die freiwillige Vereinbarung „Naturschutz, Angeln und Wassersport in der Wismarbucht“. Auch Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, und Hubert Hausold, Leiter der Projektgruppe Wismarbucht, setzten ihre Unterschriften auf die Urkunden.

Die freiwillige Vereinbarung besteht seit Juli 2005. Aus den anfangs 19 Unterzeichnern sind nun — inklusive der Gemeinde Insel Poel und den beiden Fördervereinen aus Wismar — 35 geworden, die sich dafür einsetzen, die Interessen von Anglern und Wassersportlern mit den Erfordernissen des Naturschutzes in Einklang zu bringen. Unterschrieben hatten bislang unter anderem auch Umweltminister Till Backhaus (SPD), Vertreter der Gemeinden Hohenkirchen, Boiensdorf, Boltenhagen und Klütz, der Marina Boltenhagen sowie mehrerer Wassersportvereine. Gestern gab es die fünfte Ergänzung.

Jürgen Buchwald dankte den Mitgliedern der Projektgruppe Wismarbucht für ihr ehrenamtliches Engagement zwischen Boltenhagen und Rerik.

„Die hier geleistete ehrenamtliche Arbeit ist eine Erfolgsgeschichte“, meinte der Ministeriumsvertreter. Das Projektgebiet umfasst das Europäische Vogelschutzgebiet „Wismarbucht und Salzhaff“ sowie das FFH-Gebiet „Wismarbucht“ (FFH steht für Flora, Fauna, Habitat) auf einer Fläche von etwa 42 500 Hektar, davon knapp 30 000 Hektar Wasser. Neben den hier brütenden Küstenvogelarten halten sich in der Bucht auf ihrem Weg zwischen Brutplätzen und Winterquartier unter anderem alljährlich auch 30 000 Bergenten, 30 000 Reiherenten, 20 000 Eiderenten und 15 000 Blässgänse auf.

Und bereits im Hochsommer werden 5000 Höckerschwäne, 4000 Graugänse, 4000 Schellenten, 18 000 Blässhühner sowie Wattvogelarten gezählt.

Norbert Wiaterek

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