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Nordwestmecklenburg Netzwerk soll Kinder besser auffangen
Lokales Nordwestmecklenburg Netzwerk soll Kinder besser auffangen
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00:00 26.10.2012
Nordwestmecklenburg

Die Kinder- und Jugendhilfe und die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Mecklenburg-Vorpommern sollen sich in Zukunft enger vernetzen. Um diesem Ziel näher zu kommen, hat das Landessozialministerium einen Leitfaden entwickelt, der am vergangenen Mittwoch auch bei der Jugendhilfeausschussitzung des Landkreises Nordwestmecklenburg vorgestellt wurde.

Dr. Alexander von Dömming, Oberarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Carl- Friedrich-Flemming-Klinik in Schwerin, präsentierte während der Sitzung die Broschüre, die eine arbeitsfeldübergreifende Kooperation aller Beteiligten weiter qualifizieren soll. „Wir haben festgestellt, dass wir noch zu wenig über die Arbeit des anderen wissen und deshalb von der Klinik viel gefordert wird, was praktisch von den Jugendämtern gar nicht realisierbar ist.“

Der Leitfaden sei das Ergebnis einer Arbeitsgruppe, die sich in den letzten Jahren damit beschäftigt hat, wie man die Zusammenarbeit verbessern könne. „Der nächste Schritt ist zu gucken, wie die Umsetzung funktioniert“, so von Dömming. Der Leitfaden solle eine Arbeitshilfe für alle bieten, die in der Praxis mit Familien, Kindern und Jugendlichen arbeiten. Sie informiert unter anderem über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Zuständigkeitsbereiche. „Wir warten noch auf das Feedback von den Jugendämtern“, so von Dömming.

Judith Keller, Schulsozialarbeiterin und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, lobte das Konzept: „Ich finde es gut, dass so ein enges Netzwerk entsteht, bei dem jeder weiß, was der andere tut.“ Es gehe darum, Zuständigkeitsgrenzen zu klären und gegenseitiges Verständnis für die Arbeit des Anderen zu haben, um Kinder und Jugendliche optimal in ihrer Entwicklung unterstützen zu können, ergänzte Jugendfachdienstleiterin Beate Dellin.

Reinhard Galda wies darauf hin, wie wichtig es in diesem Bereich sei, auch die Schulen in die Zusammenarbeit mit einzubeziehen, da psychische Probleme bei Schülern stetig zunehmen würden. Trotz aller Bemühungen sinke die Zahl von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen nicht, bestätigt auch Landessozialministerin Manuela Schwesig (SPD) im Vorwort des Leitfadens. „Deshalb müssen die bestehenden Hilfesysteme eng miteinander kooperieren.“

Schwesig betont, das oberste Ziel ihrer Arbeit sei es, den Kindern und Jugendlichen ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. Um die praktische Umsetzung zu gewährleisten, solle eine „Kooperationskonferenz“ eingerichtet werden, an der Vertreter aus der Praxis der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Kinder- und Jugendhilfe, der Landesarbeitsgemeinschaft der Psychiatrie sowie aus Lehre und Forschung teilnehmen.

Der nächste Schritt in Nordwestmecklenburg sei die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages, der die Form der Zusammenarbeit auf etwa drei Seiten festschreibe, kündigte von Dömming an. Dieser solle – möglichst noch in diesem Jahr – von zwei Vertretern der Klinik und jeweils zwei Mitarbeitern des Jugendamtes unterzeichnet werden. Er betonte, der Leitfaden sei erst der Anfang: „Es ist eine hübsche Broschüre, doch nun müssen wir das Ganze auch mit Leben füllen.“

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