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Nordwestmecklenburg „Neubau der Sportanlage ist eine gute Lösung“
Lokales Nordwestmecklenburg „Neubau der Sportanlage ist eine gute Lösung“
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20:37 01.06.2017
Kerstin Groth, Geschäftsführerin des Kreissportbundes. Quelle: Foto: N. Wiaterek

Die Stadt Klütz plant den Bau einer neuen Sportanlage. Am Kreisel an der katholischen Kirche soll ein modernes Gelände für Vereins- und Schulsport entstehen.

Denn der aktuelle Sportplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schloss Bothmer ist marode. Doch ein Neubau kostet ersten Schätzungen zufolge rund 3,5 Millionen Euro. Die LN sprachen mit Kerstin Groth, Geschäftsführerin des Kreissportbundes (KSB) Nordwestmecklenburg, über das Vorhaben.

Frau Groth, wie bewertet der KSB die Sportplatz-Situation in Klütz?

Groth: Vor dem Hintergrund der Situation mit dem Schloss Bothmer, ist die Idee des Neubaus einer Sportanlage sicher eine große Herausforderung, aber auch eine gute Lösung. Dadurch verbessert sich die sportliche Infrastruktur für den SV Klütz und auch für den Schulsport erheblich. Wir haben den Eindruck, dass die Stadt und auch der Sportverein einvernehmlich bei der Finanzierung und Realisierung zusammenstehen.

Ist die marode Sportstätte in Klütz eine Ausnahme oder ein Beispiel von vielen im Landkreis?

Groth: Es gibt schon eine Anzahl von Sportstätten, die dringend saniert oder gar durch einen Neubau ersetzt werden müssen. Aber es gibt auch zahlreiche positive Beispiele, mir fallen hier das Stadion des Polizeisportvereins Wismar, die Sportanlagen in Mallentin, Rehna, Warin und der Tannenberg in Grevesmühlen ein.

Wird genügend für Vereins- und Schulsport getan?

Groth: Für viele Kommunen sind Sportvereine ein unverzichtbarer Bestandteil des Gemeindelebens. Viele Gemeinden und Städte im Landkreis haben daher erhebliche Anstrengungen unternommen, um Sportstätten in einen optimalen Nutzungszustand zu setzen. Allerding besteht zwischen dem Sanierungsbedarf und den dafür notwendigen finanziellen Mitteln sehr oft eine erhebliche Lücke. Hier können die Kommunen und Vereine nicht alleingelassen werden. Aus unserer Sicht sind zu diesem Thema auch dringend das Land und der Bund mehr gefordert.

Sie haben sich bereits mit dem Klützer Bürgermeister und Verantwortlichen des SV Klütz getroffen. Wie verliefen die Gespräche?

Groth: Wir wurden von beiden zeitig über das Bauvorhaben informiert. Das ist für die Umsetzung deshalb wichtig, weil mögliche Fördermittel über den Landessportbund M-V bis zum 31. Juli 2017 beantragt werden müssten, um im kommenden Jahr mit dem Bau zu beginnen. Die Gespräche waren sehr offen und konstruktiv, die Vertreter der Stadt Klütz waren sehr gut vorbereitet. Mich hat der fortgeschrittene Stand der Planung erst einmal positiv überrascht.

Was halten Sie von den präsentierten Plänen zur neuen Anlage?

Groth: Das ist schon ein sehr umfangreiches Unterfangen, was in Klütz umgesetzt werden soll. Die Sportanlage ist DIN-gerecht geplant und wäre damit auch neben dem Schulsport für den Wettkampfsport geeignet. Positiv hervorzuheben ist, dass die Bedürfnisse verschiedener Sportarten und Zielgruppen Beachtung finden.

Der Neubau wird mit rund 3,5 Millionen Euro veranschlagt. Viel Geld. Wäre das eine Investition, die sich lohnt?

Groth: Unsere Auffassung dazu ist, dass grundsätzlich alles Geld, was für den Breitensport und Schulsport in die Hand genommen wird, sinnvoll ist. Gerade vor dem Hintergrund der Bewegungsförderung, Gesundheitsförderung und Integration wäre dieses Geld sehr gut investiert.

Mit wie viel Fördergeld ist zu rechnen?

Groth: Der Sportverein Klütz könnte als Antragsteller eine maximale Summe von 500000 Euro laut Förderrichtlinie vom Landessportbund erhalten, soweit alle Voraussetzungen erfüllt sind. Bei dieser Förderhöhe ist jedoch der Landessporttag im November dieses Jahres zustimmungspflichtig.

Aus Boltenhagen gab es nicht nur positive Reaktionen. Nicht mal drei Kilometer vom geplanten neuen Standort entfernt gibt es schon einen relativ neuen Sportplatz. Was sagen Sie dazu?

Groth: Die geplante Sportanlage soll nach meiner Kenntnis für den Schulsport und für den Vereinssport genutzt werden. Kurze Wege für die Schüler sind vor diesem Hintergrund natürlich sehr sinnvoll. Letztlich ist der Neubau der Sportanlage jedoch eine kommunalpolitische Entscheidung.

Sind Sie zuversichtlich, dass es mit dem neuen Sportplatz klappt?

Groth: Wir sind immer zuversichtlich und optimistisch. Ich sehe, dass die Stadt Klütz und der Sportverein auf einem guten Weg sind. Interview: Daniel Heidmann

LN

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