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Nordwestmecklenburg Neuburg rüstet sich gegen illegale Goa-Party
Lokales Nordwestmecklenburg Neuburg rüstet sich gegen illegale Goa-Party
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20:10 03.07.2013
Neuburg

Kommen sie nun oder kommen sie nicht, die Fans von Goa-Partys und Psytrance-Musik? In der Gemeinde Neuburg herrscht große Verunsicherung. Die Suchmaschine Google führte bis vor wenigen Tagen noch auf eine Webseite, die am ersten Juli-Wochenende zu der Party auf dem Neuburger Thingplatz einlud. Auf Facebook ist der Hinweis schon länger verschwunden. „Inzwischen sind aber zum Glück alle Einladungen raus aus dem Netz und es werden andere Orte gehandelt“, sagt Bürgermeisterin Heidrun Teichmann (65, Die Linke).

Die Gemeinde will aber dennoch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. „Wir wissen nicht, was an dem Wochenende hier wirklich passiert“, erklärt Heidrun Teichmann. Auf alle Fälle wolle man vorbereitet sein, falls doch Jünger der Goa-Szene im Ort auftauchen sollten. „Wir haben uns gerüstet und alles Vorbeugende getan, um die Geschichte zu verhindern.“ Immerhin habe die Ankündigung der Goa-Party dazu geführt, dass die Gemeinde Neuburg jetzt eine Seite bei Facebook habe. „Dort haben wir noch mal ganz klar gemacht, dass die Party illegal ist“, sagt Heidrun Teichmann mit Nachdruck.

Darüber hinaus wurde bei einem Treffen mit der Polizei, der Feuerwehr, der Forst, dem Thingplatzverein und anderen eine Strategie entwickelt, um ungebetene Gäste vom geplanten Veranstaltungsort fernzuhalten. „Genaueres möchte ich darüber zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus verständlichen Gründen nicht sagen“, so Neuburgs Bürgermeisterin.

Jörg Böhncke, Vorsitzender des Thingplatzvereins, unterstützt die Bürgermeisterin. „Die Gemeinde hat uns den Thingplatz und die Freilichtbühne zur Nutzung und Pflege übertragen, darum wollen wir auch in der Hand behalten, was dort geschieht“, sagt der 57-Jährige. Von der Ankündigung der Goa-Party sei er genauso überrascht worden, wie alle anderen. „Ich war geschockt und habe am Montag sofort die Amtsverwaltung informiert“, sagt Jörg Böhncke, der die Veranstaltung „von vorn bis hinten illegal“ nennt.

Der Vorsitzende des Thingplatzvereins hat noch einen anderen Grund zur Vorsicht. „Wir haben es mal erlebt, dass hier irgendwelche Leute mit Musik gefeiert haben. Und prompt haben wir als Betreiber des Thingplatzvereins eine Rechnung von der Gema, der Gesellschaft für musikalische Aufführungrechte, bekommen“, erinnert er sich. Erst nach langem Hin und Her habe der Verein beweisen können, dass er nichts mit der Fete zu tun hatte.

Sylvia Kartheuser

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