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Nordwestmecklenburg Neue Ausstellung in der Hansestadt: Visionen von Wasser und Raum
Lokales Nordwestmecklenburg Neue Ausstellung in der Hansestadt: Visionen von Wasser und Raum
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13:13 09.07.2016

Ein Gewölbe der Gerichtslaube im Wismarer Rathaus hängt voller weißer Luftballons. Die Installation von Judith Bormann ist Teil der elften DIA-Jahresausstellung der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar. Die angehenden Designer, Innenarchitekten und Architekten – kurz DIA – befassen sich während eines Semesters mit speziellen Themen und setzen sie kreativ um, jeder auf seine Weise. Die Ergebnisse werden in der Jahresausstellung präsentiert. Deren Schwerpunkt ist zwar die Hochschule, „aber wir gehen auch immer wieder gern in den öffentlichen Raum“, sagte Professorin Gunda Förster bei der Eröffnung. In diesem Jahr sind es die Wasserkunst, die Krämerstraße 25/27 und eben die Gerichtslaube im Rathaus.

Unter einem der Kreuzrippengewölbe lässt die angehende Innenarchitektin Judith Bormann ihre Vision zum Thema „Wasser und Raum“ aufsteigen: mit Helium gefüllte weiße Ballons – eine Wolke. „Die Besucher können hindurch schreiten und dann die Redensart: ,Mit den Füßen am Boden und mit dem Kopf in den Wolken’ wörtlich nehmen“, erklärte die Studentin.

Mit dem gleichen Thema hat sich Meike Deckert, 8. Semester Innenarchitektur, befasst, es aber ganz anders umgesetzt. Bei ihre bilden mit Wasser gefüllte Flaschen, die in Größe, Farbe und Form ganz unterschiedlich sind, eine Wellenlinie. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) stand nachdenklich davor. „Ich finde es immer wieder großartig, mit wie viel Kreativität die Studenten Themen umsetzen“, sagte er. Die für die Gerichtslaube ausgewählten Arbeiten würden durch ihre oft spielerische Leichtigkeit wunderbar mit dem Raum harmonieren.

Beyer nahm sich Zeit für jedes Ausstellungsstück – und blieb am „Wismarer Mummenschanz“ hängen. Ein Brett- und Kartenspiel, das Josef Herrlein und Immanuel Promnitz, 7. Semester Kommunikationsdesign, entwickelt haben. „Das würde ich sofort spielen. Und wie sorgfältig und liebevoll alles gestaltet ist“, sagte Thomas Beyer. Das Spiel befasst sich mit Wismarer Geschichte und den Bierbrauern.

In der Gerichtslaube prägte eine gewisse Leichtigkeit die DIA-Jahresausstellung. In der Krämerstraße wird es durchaus schwergewichtiger. Dort hat beispielsweise Kommunikationsdesignerin Wiebke Tiedemann einen überdimensionalen „Hühnergott“ – einen Stein mit Loch – aufgebaut und unter dem Titel „Auch Fische brauchen sauberes Wasser“ hat Philipp Maaske Heringe in Flaschen verpackt.

Sylvia Kartheuser

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