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Nordwestmecklenburg Neue Ausstellung in der Malzfabrik
Lokales Nordwestmecklenburg Neue Ausstellung in der Malzfabrik
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21:10 28.08.2018
Mattes Koth (l.) begleitete die Ausstellungseröffnung in der Malzfabrik mit Musik von Willy Astor. Martina Bremer (2.v.l.), Schwester des Malers Marko Bremer, und seine Agentin Mia Buchen standen interessierten Besuchern anstelle des Künstlers Rede und Antwort. FOTOS (3): ANNETT MEINKE
Grevesmühlen

Kontemplation strahlen die Bilder des Herrnburger Malers Marko Bremer (58) aus, der von sich sagt: „Ich bleibe lieber im Hintergrund. Es fällt mir schwer, meine Bilder zu erklären. Jedes Werk ist eine Art Zeitfenster, entspricht einer Stimmung, der ich in dem Moment gefolgt bin.“ Auch die Frage nach kommenden Projekten, sagt Bremer, die gern auf Vernissagen gestellt wird, könne er nie gut beantworten. Weil er nie genau wissen würde, was kommt.

Werke des Herrnburger Malers Marko Bremer werden bis Ende September im Kreistag gezeigt.

Vor diesem Hintergrund erklärte sich die Abwesenheit des Künstlers bei der Eröffnung seiner Ausstellung „Sein ist Sinn“in der Grevesmühlener Malzfabrik von selbst, die am Montag im dortigen Kreistagssaal stattfand. Wer dringende Fragen an Marko Bremer hatte, konnte hinterher mit ihm telefonieren – oder auf der Vernissage seine Agentin Mia Buchen und die anwesende Schwester des Künstlers, Martina Bremer, sprechen. Die Geschwister Bremer stammen aus der Region Lüneburger Heide und leben beide seit vielen Jahren in Herrnburg. Bevor sich Marko Bremer ausschließlich der Malerei widmete, arbeitete er ebenso wie seine Schwester in der Immobilienvermittlung.

„Mein Bruder war eigentlich schon immer ein kreativer Mensch“, sagt Martina Bremer. „Seine Bilder erzählen von seinem Innenleben, von der Art und Weise, wie er die Welt sieht.“ Vielschichtig und farbintensiv offensichtlich sieht Bremer die Welt. „Acryl trifft auf Öl, Dispersion auf Lack, Papier auf Gold“, erklärt Agentin Mia Buchen. „Jeder neue Blick, jede neue Perspektive, die man vor den Bildern einnimmt, lässt Farben und Dimensionen in einem neuen Licht erscheinen.“

Klaus-Jürgen Ramisch, der in der Kreisverwaltung den Fachdienst Bildung und Kultur leitet, berichtete, wie die Zusammenarbeit zustande kam. „Es war eine Empfehlung aus unserem Mitarbeiterkreis.“ Mit dem Ende der Ausstellung im Kreistagssaal am 29. September wird die Kooperation zwischen Marko Bremer und dem Landkreis nicht beendet sein. Anfang 2919 sollen Bremers Werke in anderer Zusammenstellung und auch in weiteren Räumlichkeiten der Malzfabrik ausgestellt werden. Besucher der derzeitigen Ausstellung im Kreistagssaal, die sich von einem der Bilder oder vielleicht auch von mehreren angezogen fühlen, können sich anhand der ausliegenden Liste über Preise informieren. Der Kontakt zum Maler läuft über die Kreisverwaltung oder seine Agentur „!n punkto“.

Bremers Bilder feiern inzwischen Erfolge nicht nur in Deutschland. Die Käufer kommen unter anderem auch aus Finnland, Schweden, Russland ebenso wie aus Australien, Südafrika oder den Arabischen Emiraten.

Mattes Koth (17), der seit elf Jahren das Gitarrespielen an der Kreismusikschule „Carl Orff“ erlernt, begleitete die Ausstellungseröffnung mit Werken von Willy Astor, einem deutschen Kabarettist, Musiker und Komponisten.

Der Kreistagssaal der Malzfabrik ist nur einer der öffentlich zugänglichen Orte in Grevesmühlen, an denen Kunst zu bewundern ist. Regelmäßig zum Beispiel initiiert die Stadt im Rathaus neue Ausstellungen. Im Moment ist dort zwar keine Schau zu sehen, wie Regina Hacker, Sprecherin der Stadt erklärt, aber: „Künstler, die ausstellen wollen, können sich im Rathaus melden. Gerne nehmen wir thematische Ausstellungen, wie die zur Antigewaltwoche im November.“

Auch in der Filiale der Sparkasse und der Volks- und Raiffeisenbank in Grevesmühlen wechseln jährlich die Ausstellungen, derzeit sind in der VR Bank Fotos zum Thema Landwirtschaft zu sehen. Sven Schiffner, Kundenberater bei der VR Bank und Stadtvertreter (SPD), findet, dass überall in Grevesmühlen noch mehr Kunst präsentiert werden könnte. „Was spricht dagegen, leerstehende Schaufenster mit Kunstwerken zu gestalten? Umso selbstverständlicher Kunst ist, desto besser für alle.“

Marko Bremer

Zwischen den Meeren geboren und in der Welt zu Hause – so lassen sich Leben und Wirken des Malers Marko Bremer auf den Punkt bringen. Aufgewachsen in Norddeutschland, lebt und arbeitet der 58-Jährige nach vielen Stationen im In- und Ausland heute in Herrnburg.

Inspiriert von den facettenreichen Eindrücken seiner unterschiedlichen Lebenswelten, begann Bremer um die Jahrtausendwende mit der Malerei. In seinen spielerisch und zugleich filigran anmutenden Werken drückt sich der Ausgleich des Künstlers zu seinem eher pragmatisch reglementierten Berufsleben aus.

Kontakt: Mia Buchen – Agentur „!n punkto“ – ☎ 04 52 5 / 79 79 98 1

Mail: Bremer@art-imagine.eu

Annett Meinke

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