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Nordwestmecklenburg Neue Gruppe für medizinische Notfälle
Lokales Nordwestmecklenburg Neue Gruppe für medizinische Notfälle
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20:10 26.01.2017
Boltenhagen

Nach Schönberg, Dassow und Gadebusch erhält jetzt auch die Feuerwehr des Ostseebads Boltenhagen eine First-Responder-Gruppe. Dazu werden 13 Mitglieder der Feuerwehr in den nächsten Wochen und Monaten speziell ausgebildet. Sie sollen zukünftig zum Einsatz kommen, wenn der reguläre Rettungsdienst nicht zur Verfügung steht oder eine längere Anfahrt hat.

Im Normalfall benötigt der Rettungsdienst von der Station in Klütz etwa fünf Minuten bis nach Boltenhagen. Ist er aber gerade bei einem anderen Einsatz, kann es auch bis zu 20 Minuten dauern, bis der Rettungswagen aus Grevesmühlen eintrifft. Das traf 2015 in 293 Fällen zu und eine First-Responder-Gruppe bei der freiwilligen Feuerwehr hätte wichtige Maßnahmen einleiten können.

Leiter der neuen First-Responder-Gruppe wird Mathias Hacker. „Ich freue mich auf diese neue Herausforderung neben den eigentlichen Pflichtaufgaben der Feuerwehr“, sagt der Zugführer der Brandschützer im Ostseebad. „Unterstützt werden wir von drei hauptberuflichen Rettungsdienstlern, die in Boltenhagen wohnen und sich auch nach Feierabend mit uns ehrenamtlich engagieren wollen“, sagt Mathias Hacker. Einer dieser Rettungsdienstler ist Kay Grollmisch. „Wir werden, wenn Fragen sind, als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und wollen die Feuerwehr auch nach der Ausbildung unterstützen“, sagt er. Die First Responder seien schließlich eine große Unterstützung für den Rettungsdienst. „Außerdem nehmen zwei Mitglieder der Wasserwacht Grevesmühlen an unserer Ausbildung teil, um in ihrem Aufgabengebiet auch helfen zu können“, so Mathias Hacker.

Dirk Staudte, Amtswehrführer im Klützer Winkel, freut sich über das Engagement in Boltenhagen. „So eine First-Responder-Gruppe ist eine freiwillige Aufgabe der Feuerwehren“, stellt er klar. „Daher ist es sehr schön, dass sich die Kameraden für zusätzliche Ausbildungen melden“, sagt er. Zwar sei in Klütz ein Rettungswagen stationiert, in Grevesmühlen und Schönberg ebenso, aber vor allem in den Sommermonaten, sei so viel Betrieb an der Ostsee und im Klützer Winkel, dass eine Unterstützung durch die Feuerwehr sehr sinnvoll sei. „Im Sommer sind sehr viele Gäste hier und die First Responder können dann sehr schnell lebensrettende Maßnahmen einleiten, auch zum Beispiel bei einem Herzstillstand oder Schlaganfall“, sagt Staudte. Damit könne die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und des Notarztes sicherer überbrückt werden.

„Sehr wichtig“ nennt auch Florian Haug, Leiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst des Landkreises die Gründung der First-Responder-Gruppe in Boltenhagen. „Sie sind überall notwendig. In einem touristisch geprägten Ort wie Boltenhagen sind vor allem im Sommer viele Menschen.“

Die Mitglieder der neuen Gruppe bei der Freiwilligen Feuerwehr Boltenhagen müssen zunächst wieder die Schulbank drücken und dann auch Übungen an Puppen und andere medizinische Aufgaben absolvieren.

Die Ausbildung der First Responder in Theorie und Praxis umfasst 80 Stunden, die die Feuerwehrleute zum Teil an Abenden leisten.

Malte Behnk

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