Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Neue Ideen fürs alte Museum
Lokales Nordwestmecklenburg Neue Ideen fürs alte Museum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:16 15.08.2017

Die Stadt Schönberg will das ehemalige Volkskundemuseum am Kirchplatz verkaufen. „Am liebsten noch vor dem Winter“, sagt Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion), „da es sonst hohe Heizkosten verschlingen wird. Außerdem wird die Bausubstanz nicht besser, wenn es lange leer steht.“ Allein um das Gebäude zu sichern, sind laut Bürgermeister mindestens 230000 Euro notwendig. Erste Gespräche über eine künftige Nutzung hat es laut Götze schon mit Schönbergs Pastorin Wilma Schlaberg gegeben. „Dieses vielversprechende Haus steht genau im Ensemble der Kirche“, begründet Wilma Schlaberg das Interesse. Eine Idee der Kirchengemeinde: Das historische Gebäude auf dem Kirchplatz für Veranstaltungen und Begegnungen verschiedenster Art zu öffnen. „Zum Beispiel für Gruppen, für Vereine der Stadt, für die Kirche, für Schulen und Kindergärten“, so die Pastorin. Sie erläutert: „Vielleicht ist es möglich, einen Kreativ- und Werkraum einzurichten, in dem mit Holz, Ton oder Wolle gearbeitet werden kann. Ich kann mir das gut vorstellen.“ Auch eine Fahrradselbsthilfewerkstatt, gern in Kooperation mit örtlichen Fachkräften, ist für die Pastorin denkbar. Sie sagt: „Jedem, der ein Fahrrad reparieren lassen möchte, wird dann gezeigt, wie es gemacht wird. So kann man das Reparieren selbst lernen.“ Eine weitere Idee: ein Café. Das solle aber nicht kommerziell laufen, sondern zum Beispiel von Schülern oder Senioren betreut werden. So könnten laut der Pastorin verschiedene Produkte in einer Art Lernküche gebacken oder gekocht werden, in der die Äpfel zum Beispiel aus dem Schulgarten stammen.

Wilma Schlaberg und andere Kirchengemeindemitglieder sind bereits auf der Suche nach Kooperationspartnern. „Mir ist bewusst, dass das noch schwierig wird“, sagt die Pastorin. Beim Schönberger Bürgermeister sei die Idee „auf offene Ohren gestoßen, was mir natürlich Mut macht.“

Lutz Götze findet die Idee nicht schlecht. Er sagt: „Die Frage ist jedoch, wie das alles finanziert werden kann. Dazu müssen wir uns mit der Kirchengemeinde, den Stadtvertretern und den Vereinen zusammensetzen und nach Lösungen suchen.“ Spätestens mit Beginn des neuen Schuljahres will sich Wilma Schlaberg bei Vereinen, Schulen und Kindergärten der Stadt vorstellen, um so Kooperationspartner zu finden.

Laut der Pastorin müsste zunächst ein Verein gegründet oder ein anderer Träger gefunden werden, der das Gebäude von der Stadt erwirbt. Dann sei es wichtig, die Bausubstanz zu sichern und das Gebäude anschließend zu sanieren. „Mir ist klar, dass das Ganze eine siebenstellige Summe verschlingen kann“, sagt Wilma Schlaberg. Sie hofft deshalb auf Fördermittel. Bis es soweit ist, dass aus dem ehemaligen Volkskundemuseum ein neuer Anlaufpunkt für Schönberger wird, dürfte also noch viel Zeit vergehen. Lutz Götzes vorsichtige Schätzung: „Vielleicht können wir das Haus in fünf Jahren nutzen.“

Steffen Oldörp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein 73-jähriger Lübecker wurde am Montagabend bei einem Zusammenstoß mit einem Autofahrer schwer verletzt.

15.08.2017

Immer mehr Menschen wenden sich dem schönen und nützlichen Hobby der Imkerei zu. Vielen ist jedoch nicht bekannt, dass sie ihre Bienenhaltung beim zuständigen Veterinäramt ...

15.08.2017

Als Stargast des 12. Open Air in Rehna wird Beatrice Egli (29) die Bühne rocken. Die LN sprachen vorab mit der Schweizerin über ihren Erfolg und den bevorstehenden Auftritt.

15.08.2017
Anzeige