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Nordwestmecklenburg Neue Lampen: Stadt korrigiert Rechnungen
Lokales Nordwestmecklenburg Neue Lampen: Stadt korrigiert Rechnungen
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16:04 24.01.2017
"Es gab einen Fehler in der Berechnungsgrundlage." Lars Prahler, Bürgermeister Quelle: Neelsen
Grevesmühlen

Aufregung um die Straßenausbau-Bescheide für die neuen Straßenlampen in Grevesmühlens Südstadt. Vor zwei Jahren wurden die alten Straßenlampen durch moderne LED-Lampen ersetzt. Ende vergangenen Jahres gingen die ersten Bescheide an die Hauseigentümer, die einen Teil der Investition bezahlen müssen. Doch nun stellt sich heraus, dass die Beträge in den Bescheiden an die Anwohner in der Theodor-Storm-und der Richard-Wossidlo-Straße falsch waren.

Auf Anfrage der Lübecker Nachrichten heißt es dazu aus dem Grevesmühlener Rathaus: „Für die Abrechnung des Straßenzugs Theodor-Storm-Straße, Wossidlo-Straße wurde im Zuge von Widerspruchsbearbeitungen ein Rechenfehler in der Ermittlung der beitragsfähigen Kosten festgestellt. Daraufhin hat die Stadtverwaltung allen betroffenen Grundstückseigentümern dieser beiden Straßenzüge die geringeren Ausbaubeiträge mitgeteilt und die Rücküberweisungen der Differenzbeträge veranlasst.“

Hintergrund der Neuberechnung waren zahlreiche Widersprüche von Anwohnern, die teilweise bis zu 700 Euro für die neuen Lampen vor ihrer Haustür zahlen sollten. Daraufhin verlangten einige von ihnen die genaue Aufstellung der Berechnungsgrundlage. Dabei kam heraus, dass die Rechnung tatsächlich nicht stimmte.

Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler (parteilos) räumt die Panne bei den Bescheiden ein. „Das Problem war, dass bei der Berechnung die Kostentabelle des Ingenieurbüros zugrunde gelegt worden war.“ Dort waren aber die Lampenköpfe mit enthalten. Die jedoch bezahlen die Stadtwerke, sie dürfen demnach nicht in die Berechnung mit einfließen. „Wir haben, als der erste Widerspruch kam, die Akte durchgesehen, den Fehler bemerkt und ihn sofort behoben“, betont Lars Prahler, der als ehemaliger Bauamtsleiter der Kommune die Umstellung der Straßenbeleuchtung mit begleitet hat.

Die Neuberechnung der umlagefähigen Kosten habe laut Prahler ergeben, dass statt 16147 Euro, die ursprünglich auf die Hauseigentümer in den beiden betroffenen Straßen aufgeteilt worden waren, nun 13411,39 Euro zu Buche standen. Und wie können die Anwohner sicher gehen, dass andere Bescheide nicht ebenfalls fehlerhaft sind? „Das können wir ausschließen“, sagt Lars Prahler. „Nachdem wir den Fehler entdeckt hatten, haben wir die übrigen Akten kontrolliert.“

 Michael Prochnow

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