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Nordwestmecklenburg Neue Nutzungen für vier Gebäude
Lokales Nordwestmecklenburg Neue Nutzungen für vier Gebäude
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22:10 12.01.2017
Wismar

Der Umzug ist abgeschlossen: Seit Dezember vergangenen Jahres ist die Verwaltung des Landkreises Nordwestmecklenburg in Wismar zentral am Standort Rostocker Straße 76 zu finden. Auch für die Agentur für Arbeit in Wismar gibt es ein neues Domizil. Sie befindet sich ebenfalls seit Dezember im Speicherneubau Stockholmer Straße 10. Bereits im März 2014 zog das Jobcenter Nordwestmecklenburg in den Neubau an der Wismarer Werkstraße. Was passiert nun mit den einst vom Kreis, von der Agentur und vom Jobcenter genutzten Gebäuden in der Hansestadt?

Für das 1690 als „Königlich Schwedisches Provianthaus“ erbaute und lange als Poliklinik genutzte Haus Mühlenstraße 32, dort war zuletzt das Jobcenter untergebracht, zeichnet sich eine Lösung ab. Die MeckCura Pflegedienst GmbH möchte am Lindengarten betreutes Wohnen anbieten sowie zwei Seniorenwohngruppen und mehrere „Servicewohnungen“ einrichten. Die Bauarbeiter sind schon fleißig. Allerdings ist der Zeitpunkt der Eröffnung noch unklar. Das Haus besitzt Fred Muhsal. Es wird durch die K&K Objektservice und Gebäudemanagement GmbH aus Waren/Müritz verwaltet. Die Apotheke „Am Lindengarten“

von Dörte Alde bleibt weiterhin Mieter.

Nebenan, im Ärztehaus an der Mühlenstraße, plant MeckCura die Tagespflege „Am Mühlbach“. Diese könnte bald öffnen. „Wir stehen in den Startlöchern, warten nur noch auf die Genehmigung des Bauamtes“, sagte Annika Kühnel. Die Pflegedienstleiterin hofft, dass es im kommenden Monat losgeht.

Das Objekt Hinter dem Rathaus 15, wo bis vor wenigen Tagen der Öffentliche Gesundheitsdienst des Landkreises und auf zwei Etagen die Agentur für Arbeit Wismar untergebracht waren und sich nach wie vor das Modegeschäft C&A befindet, gehört der CAM Commercial Asset Management Vier GmbH aus Frankfurt/Main. Es wird durch die in Berlin ansässige Demire Immobilien Management GmbH verwaltet. „Die freien Flächen werden auf jeden Fall wieder vermietet“, war gestern von Martina Grabowski, Teamleitung Verwaltung, zu erfahren. Ihr Kollege Michael Karge wurde konkreter: „Die freien Flächen bieten wir seit einiger Zeit massiv an, wir stehen mit mehreren Interessenten in Kontakt. Es gab auch schon einige Besichtigungen. Die nächste ist am 16. Januar geplant. Es ist wahrscheinlich, dass nicht nur ein Mieter die drei Etagen nutzen wird. Deshalb bieten wir kleinteiliger an.“ Als „großes Manko“ bezeichnete Vertriebsmitarbeiter Karge gestern die Parkplatzsituation in Wismar. „Für die drei Etagen stehen uns bisher leider nur drei Pkw-Stellflächen zur Verfügung. Dies ist ein K.O.-Kriterium für viele Firmen“, betonte Michael Karge.

In der Dr.-Leber-Straße 2 (Gesamtnutzfläche: 786 Quadratmeter) hatte zuletzt der Fachdienst Jugend des Landkreises seine Büros. Im benachbarten Haus Dr.-Leber-Straße 2 a waren die Ausländerbehörde, der Fachdienst Soziales und das Bürgerbüro des Kreises untergebracht. Beide Villen gehören der Wohnungsbaugesellschaft mbH der Hansestadt Wismar. Wobau-Sprecherin Katrin Remer: „Es wird noch über mehrere Varianten diskutiert. Mit einer Entscheidung ist in den nächsten Wochen zu rechnen.“ Details ließ sich Remer gestern nicht entlocken.

Durch die Zentralisierung am Standort Rostocker Straße 76 (Villa und Neubau) erhofft sich die Kreisverwaltung mehr Bürgernähe. „Außerdem spart der Kreis durch die Aufgabe der drei in Wismar angemieteten Standorte Mietkosten in nicht unerheblichem Umfang“, sagt Sprecherin Petra Rappen. Wie Stadtchronist Detlef Schmidt recherchierte, wurde der rote Klinkerbau Dr.-Leber-Straße 2 vor dem Zweiten Weltkrieg als Filiale der Reichsbank genutzt. Später hatte das Ministerium für Staatssicherheit dort seine Kreisdienststelle. „Das andere Gebäude war eventuell auch von der Stasi okkupiert.

Es diente ansonsten als Wohnhaus.“

Norbert Wiaterek

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