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Nordwestmecklenburg Neue Stele informiert über Prieschendorf
Lokales Nordwestmecklenburg Neue Stele informiert über Prieschendorf
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18:29 30.06.2016
Der Dassower Stadtvertreter Heinz-Dieter Priewe (l.) und der Schönberger Bürgermeister Lutz Götze sehen sich die neue Stele in Prieschendorf an. Die Vorderseite informiert über die Geschichte des Ortes. Die Rückseite ist mit einer Karte versehen. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Vom alten Prieschendorf ist nicht viel übrig geblieben. Das Gutshaus und zahlreiche andere Gebäude verfielen oder wurden abgerissen, als der Ort im Sperrgebiet lag. Vorbei war Anfang der 50er Jahre auch die Zeit, als Züge der Bahnlinie Dassow-Schönberg in Prieschendorf hielten. Die Gleise wurden demontiert. Anfang der 80er Jahre rissen Arbeiter auch die Eisenbahnbrücke ab, die über die Stepenitz führte. An all das und vieles mehr erinnert jetzt eine Gedenk- und Informationsstele unweit des Ortseingangs mit Texten und Bildern. Der Heimat- und Tourismusverein Dassow hat die Stele am Mittwoch mit einer kleinen Feierstunde für die Öffentlichkeit freigegeben.

Elf Stelen wurden schon aufgestellt.“ Angela Radtke, Leiterin des Projekts „Grenzenlos von Lübeck bis Boltenhagen“

Die Säule am alten Bahndamm ist Teil des Projektes „Grenzenlos von Lübeck bis Boltenhagen“. „Elf Stelen wurden schon aufgestellt“, erläutert Angela Radtke, Hauptinitiatorin und Leiterin des Projekts.

Sie ist den zahlreichen Unterstützern und ehrenamtlichen Mitarbeitern dankbar. „Ohne sie wäre das Ganze nichts geworden“, sagte Angela Radtke. Den Text für die Stele in Prieschendorf hat die ehrenamtliche Projektleiterin zusammen mit dem Heimatgeschichtsforscher Volker Jakobs geschrieben. Informationen und Fotos bekam sie vor allem von Karin Klaczinski – Tochter eines Arbeiters, der schon zu Gutszeiten in Prieschendorf lebte –, von Elke Pagel, deren Vater Gutsgärtner im Ort war, von der Heimatgeschichtskennerin Hanne-Lore Brusch und von Eckhard von Paepcke, einem Angehörigen der Familie, der neben Schloss Lütgenhof auch das Gut in Prieschendorf gehörte. Sie wurde 1945 enteignet.

Die Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR hat die Stele in Prieschendorf und eine weitere Gedenk- und Informationssäule in Schwanbeck finanziert. Für Stelen in anderen Ortsteilen warb die Stadt Dassow Gelder der Europäischen Union ein. „In Dassow ist das Projekt jetzt vorläufig abgeschlossen“, erklärte Angela Radtke. Die Nachbargemeinde Selmsdorf plant bereits weitere Stelen, und vom Kulturamt der Hansestadt Lübeck hat die Projektleiterin aus Dassow-Vorwerk den Auftrag für eine Stele am Priwallstrand bekommen.

„Es ist ein hervorragendes Projekt“, sagte am Mittwoch Ursula Kühn, Leiterin des Projekts „Regio-Branding Lübeck/Nordwestmecklenburg“. Hans Espenschied, Vorsitzender des Heimat- und Tourismusvereins Dassow dankte Angela Radtke „für ihre unermüdliche Arbeit“.

Jürgen Lenz

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