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Nordwestmecklenburg Neue Straße wird barrierefrei
Lokales Nordwestmecklenburg Neue Straße wird barrierefrei
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20:40 16.06.2016
Einwohner der Gemeinde Lüdersdorf informieren sich über den Endausbau der Straße „Am Plankenmoor“. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Später und anders als ursprünglich geplant wird das Wohngebiet „Am Plankenmoor“ in Herrnburg fertig. Die Häuslebauer sollen davon aber keine finanziellen Nachteile haben. Uwe Klötzer, Projektleiter der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft EGS, betonte am Dienstagabend in einer Einwohnerversammlung in Herrnburg: „Es wird für Sie als Anlieger nicht zu Mehrkosten kommen.“ Der bevorstehende Endausbau der Straße und der dazugehörigen Stichwege werde aus Städtebaufördermitteln getragen.

Wohngebiet in Herrnburg bekommt eine Verkehrsfläche ohne Bordsteine / Gemeinde informiert Anlieger.

Es wird für Sie als Anlieger nicht zu Mehrkosten kommen.“Uwe Klötzer, Projektleiter

Entwicklungsgesellschaft EGS

Zahlreiche Anlieger der Straße „Am Plankenmoor“ nutzten das Treffen in Herrnburg, um sich zu informieren, Fragen zu stellen, Anregungen zu geben und Kritik zu üben. Uwe Klötzer sagte, entgegen der ursprünglichen Planung würden Straße und Gehwege nicht getrennt gebaut. Geschaffen wird nun eine barrierefreie Mischverkehrsfläche mit „Aufenthaltscharakter“. „Wie wird gewährleistet, dass nicht gerast werden kann?“, fragte eine Anwohnerin. Klötzer antwortete: „Die Planung geht davon aus, dass es ein verkehrsberuhigter Bereich wird.“ Das würde bedeuten: Auto-, Lkw- und Radfahrer müssen Schrittgeschwindigkeit einhalten. Sie dürfen weder überholen noch Fußgänger behindern oder gefährden. Das Parken ist ihnen nur auf gekennzeichneten Flächen erlaubt – ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen, zum Be- oder Entladen.

Für die Anlieger ist der verkehrsberuhigte Bereich mit einer weiteren Besonderheit verbunden: Die Gemeinde Lüdersdorf verpflichtet sie zwar nicht, wie in anderen Straßen, dazu die Gehwege, Fahrbahnrinnen und Bordsteinkanten zu säubern sowie von Schnee und Glätte freizuhalten. Diese Pflicht gilt laut Straßenreinigungssatzung aber auch für „die halbe Breite von verkehrsberuhigten Straßen“ – sehr zum Unwillen einiger Anlieger. Einer protestierte: „Es kann ja nicht angehen, dass eine öffentliche Straße von uns gesäubert werden soll.“ Es stellte sich die Frage, wie die halbe Straße von Schneemassen freigehalten werden könne. „Ganz einfach: Mit einem Schneeschieber“, antwortete Bürgermeister Erhard Huzel.

Fertig werden soll die Straße laut Uwe Klötzer noch in diesem Jahr. Das bedeute: „Es muss spätestens im September angefangen werden, damit sie fristgerecht und bautechnisch korrekt fertig wird.“

 Jürgen Lenz

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