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Nordwestmecklenburg Neuer Besitzer für Bahnhof gesucht
Lokales Nordwestmecklenburg Neuer Besitzer für Bahnhof gesucht
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20:17 04.09.2013

Eine Verjüngungskur könnte das Bahnhofsgebäude in Dorf Mecklenburg durchaus vertragen. Und genau die erhofft sich Bürgermeister Peter Sawiaczinski (FWG) vom künftigen Eigentümer des um 1900 aus roten Ziegeln erbauten Bahnhofs. Am 20. September wird die Immobilie bei einer privaten Grundstücksauktion in Berlin aufgerufen. Startpreis:

29 000 Euro.

„Wir fangen mit einem niedrigen Startpreis an, damit Steigerungsmöglichkeiten bleiben“, sagt Matthias Knake vom Auktionshaus Karhausen. Mittlerweile gebe es ein regelrechtes Klientel für alte Bahnhöfe. „Die schauen ganz gezielt nach derartigen Immobilien und fragen auch schon mal bei uns nach“, erklärt der Auktionator. Ihm wäre sehr lieb, wenn jemand aus der Region den Bahnhof ersteigern würde. „Der hätte einen ganz anderen Bezug zu dem Gebäude als ein völlig Fremder, es bedeutet ihnen einfach mehr“, so Knake.

Der Auktionator ist zuversichtlich, einen neuen Eigentümer zu finden für die Immobilie in Dorf Mecklenburg, die etwa 245 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche hat und auf einem rund 700 Quadratmeter großen Grundstück steht. Denn erstens sei die Lage zwischen Wismar und Schwerin attraktiv und zweitens sei die Baustruktur weitgehend in Ordnung. „Sicher muss renoviert und einiges, wie Dach und Fenster, erneuert werden, aber das ist kein Objekt, bei dem eine Kernsanierung ansteht“, betonte Matthias Knake. An den Kauf seien allerdings einige Bedingungen geknüpft. Zum Beispiel müsse das Wegerecht für Reisende und Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG gewährleistet bleiben.

Die Gemeinde Dorf Mecklenburg hatte ein Vorkaufsrecht, doch sie hat abgelehnt. „Der Bahnhof ist zwar ein Gebäude, das seit Jahrzehnten den Ort mit prägt, er passt aber nicht in unser Entwicklungskonzept“, erklärt Bürgermeister Peter Sawiaczinski. Derzeit konzentriere sich die Gemeinde vielmehr darauf, gemeinsam mit der Kirchgemeinde die 1701 erbaute Pfarrscheune zu sanieren. „Sie ist immerhin der älteste Profanbau, den wir hier haben.“

LN

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