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Nordwestmecklenburg Neuer Mieter in der August-Bebel-Straße
Lokales Nordwestmecklenburg Neuer Mieter in der August-Bebel-Straße
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18:12 24.10.2016

Für Günter Reichwaldt ist die Kritik an Grevesmühlens Innenstadt schwer nachvollziehbar. „Ich kann mich nicht beklagen, was die Nachfrage anbetrifft.

Grevesmühlen ist ein gutes Pflaster.“ Vor drei Jahren hat der Unternehmer, der aus Hamburg stammt und mit seiner Frau inzwischen in Boltenhagen lebt, die Markt-Passage in der August-Bebel-Straße im Rahmen einer Zwangsversteigerung gekauft. „Passage“ lautete schon damals der Name des weitläufigen Gebäudes. Allerdings war vieles noch unvollendet an dem Haus. Es gab jede Menge Leerstand – und noch sehr viel zu tun.

Vor wenigen Tagen ist nun ein neuer Mieter in die Passage eingezogen. Das Grone-Bildungszentrum Mecklenburg-Vorpommern hat eine Zweigstelle in Grevesmühlen eröffnet. Wie Standortleiter Volker Böhm gestern erklärte, habe das Unternehmen, das unter anderem in Schwerin, Rostock und Stralsund ansässig ist, eine Ausschreibung des Jobcenters gewonnen. In zwei Durchgängen, die jeweils sechs Monate dauern, sollen die Teilnehmer fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden. Der Mietvertrag zwischen dem Bildungsträger und Günter Reichwaldt ist vorerst auf zwölf Monate befristet. „Wir hoffen natürlich, dass es länger dauern wird“, betont Volker Böhm. Der Bildungsmarkt hat in den vergangenen Jahren einen gewaltigen Umbruch mitgemacht. Zahlreiche Bildungsträger, darunter auch Firmen, die viele Jahre in Grevesmühlen aktiv waren, beendeten ihre Projekte, verschwanden teilweise gänzlich vom Markt. Der Grund: Es gibt immer weniger Arbeitslose und damit weniger Projekte der Jobcenter. „Wir haben uns an die Verhältnisse angepasst“, so Böhm. „Der Markt ist nicht einfach, aber immer noch da.“

Eine ähnliche Philosophie verfolgt auch Günter Reichwaldt, der in der Passage längst nicht mehr nur Büroräume anbietet. Im hinteren Teil sind zwei Wohnungen entstanden, die bereits vermietet sind.

„Die Annoncen standen kaum im Netz, da kamen auch schon die Anfragen“, beschreibt der 63-Jährige seine Erfahrungen. „Natürlich muss man investieren, aber dass Grevesmühlen ein schlechter Standort sei, das kann ich nicht sagen.“ Zumal die August-Bebel-Straße erst am Anfang ihrer Entwicklung steht.

Die Wobag hat das ehemalige Sparkassen-Areal zu einem beeindruckenden Wohnstandort umgestaltet. Die einstige Brauerei im unteren Bereich der Straße ist von Karsten Joost zu Wohnhäusern umgebaut worden. Das nächste Projekt wird der Abriss und Neubau an der Ecke zur Schulstraße sein – dort plant die Wobag eine neue Wohneinheit mit Geschäftsräumen im Erdgeschoss. Der Platz vor diesem Objekt soll im Zuge der Sanierung ebenfalls umgestaltet werden. Geplant ist auch eine Litfaßsäule des Pressehauses in diesem Bereich – die Baugenehmigung wurde inzwischen erteilt – sodass die Säule in den nächsten Wochen durch das Verlagshaus aufgestellt werden kann.

Michael Prochnow

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