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Nordwestmecklenburg Neuer Nahverkehrsplan: Poeler Eltern legen Widerspruch ein
Lokales Nordwestmecklenburg Neuer Nahverkehrsplan: Poeler Eltern legen Widerspruch ein
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18:16 18.12.2015

Noch vor dem Start des neuen Nahverkehrskonzeptes ab Januar ist schon gehörig Sand im Getriebe. Gleich 25 Widersprüche für 25 Kinder der Insel Poel sind in dieser Woche beim Landkreis eingegangen. Grund: Die Schulwegzeiten zum Gymnasium in Neukloster werden überschritten. Zuständig ist die Nahbus GmbH und damit das kreiseigene Unternehmen.

„Für die Kinder von Poel bedeutet der neue Fahrplan, dass die Schulwegzeiten regelmäßig zwischen 44 und 95 Minuten betragen, da die Busse deutlich länger als bisher unterwegs sind. Alle Kinder sind, je nach Stundenplan und Busabfahrten, mindestens einmal, manchmal zweimal am Tag länger als 60 Minuten pro Schulweg unterwegs“, schildern Sabine Brauer und Sabine Frick die Situation.

Die Mütter von Poeler Schülern fordern im Namen der Poeler Eltern, das Konzept nachzubessern. Ein entsprechendes Schreiben ist unter anderem an die Nahbus GmbH, die Landrätin, das Bildungsministerium, die Poeler Bürgermeisterin und die Leiterin des Gymnasiums Neukloster gegangen. Die gesetzlich zumutbare Zeit für den Schulweg liegt bei maximal 60 Minuten. Das allerdings schaffen die meisten Poeler Schüler mit dem neuen Fahrplan nicht. Noch völlig offen ist die Situation für drei Schüler aus Gollwitz. Die dortige Haltestelle wird morgens nicht mehr angefahren.

Die Eltern beklagen insgesamt eine schlechte Informationspolitik zum Fahrplanwechsel. Einen Elternbrief gab es nicht, die Infos für die Schüler fielen spärlich aus. Und sie kamen spät. Gestern war der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien, erst vor zehn Tagen haben die Eltern die Änderungen mitbekommen. Inzwischen regt sich auch Widerstand in Wismar, Eltern sind besorgt, dass ab Januar womöglich die wirtschaftlichen Interessen mit denen der Schüler kollidieren.

Im Fall der Poeler Eltern hat der Landkreis eine unkomplizierte Lösung versprochen. „Bedauerlicherweise ist es bei der Fahrplanumstellung zu ungünstigen Abfahrtzeiten gekommen. Der Landkreis möchte und steht zugleich in der Pflicht, die Schulwegzeiten einzuhalten und hat sich deshalb umgehend dieses Themas angenommen“, so Petra Rappen. Die Sprecherin des Landkreises sagt weiter: „Die betroffenen Schüler werden unabhängig von den Linienbussen mit separaten Fahrzeugen zur Schule und zurück in ihren Wohnort gefahren. Dabei handelt es sich zunächst um eine Übergangslösung.“

Die Poeler Eltern haben gestern die Reaktion des Landkreises erst positiv aufgenommen. Inzwischen gibt es Vorschläge, wie die Beförderung der Poeler Schüler ab dem 4. Januar, ablaufen könnte.

Heiko Hoffmann

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