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Nordwestmecklenburg Neuer Radweg Ende November fertig
Lokales Nordwestmecklenburg Neuer Radweg Ende November fertig
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20:57 04.10.2017
Der Radweg von Niendorf bis Groß Stieten entlang der B 106 soll Ende November fertig sein.

Zwischen Wismar und Schwerin wird noch in diesem Jahr das Radwegenetz um ein weiteres Teilstück entlang der Bundesstraße geschlossen. Derzeit sind noch zwei Abschnitte offen: von Groß Stieten nach Niendorf und von Niendorf nach Zickhusen. „Die Gesamtmaßnahme mit circa 6,4 Kilometern Länge und voraussichtlichen Kosten von 1,455 Millionen Euro soll in zwei Bauabschnitten realisiert werden“, so Renate Gundlach, Sprecherin des Verkehrsministeriums.

Nach einer Erhebung aus dem Jahr 2015 sind auf den beiden Strecken täglich 7819 Fahrzeuge unterwegs, davon 256 Laster.

Vor dem Abschluss stehen die Arbeiten am Bauabschnitt zwischen Niendorf und Groß Stieten. Der 2,5 Kilometer lange Abschnitt soll voraussichtlich Ende November freigegeben werden.

Marie-Anne Schlaberg vom ADFC Wismar: „Wir freuen uns, dass der Abschnitt fertig wird, aber es wird auch höchste Zeit. Für die Sicherheit der Radfahrer, für das Leben in den Dörfern, für Schulkinder und für den Einkaufsweg.“ Die komplette Fertigstellung bis Schwerin wäre für die Kämpferin in Sachen Radwege „traumhaft“. „Das wäre eine echte Alternative für Berufspendler“, so Schlaberg.

Die Kosten belaufen sich auf 755000 Euro. In Niendorf und Groß Stieten sind bereits gemeinsame Geh- und Radwege vorhanden, „die fehlenden kurzen Anschlussstrecken zum neuen Radweg an den Ortsrändern werden mitgebaut“, so Gundlach.

Somit fehlt letztlich der 3,9 Kilometer lange Abschnitt von Niendorf bis Zickhusen. Dieser wird unterteilt in die Teilstücke Zickhusen bis Abzweig Wendisch Rambow (2,2 Kilometer) und Wendisch Rambow bis Niendorf (1,7 Kilometer). Der Baubeginn steht nach Ministeriumsangaben noch nicht fest.

Für den Abschnitt Zickhusen bis Abzweig Wendisch Rambow ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich, da die Bahnstrecke Lübeck-Bad Kleinen höhengleich gekreuzt werden muss. Gundlach: „Ein Antrag soll im Herbst 2017 eingereicht werden. Erst bei vorliegendem Baurecht kann der Bau beginnen.“ Beim Abschnitt vom Abzweig Wendisch Rambow bis nach Niendorf ist der Grunderwerb abgeschlossen. Zurzeit werden zusätzliche Baugrunduntersuchungen vorgenommen. „Diese sind aufgrund des schlechten Baugrunds und der Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde notwendig, um dann eine möglichst zeitnahe Einigung mit der Unteren Naturschutzbehörde zum Streckenabschnitt im Wald zu erzielen“, erläutert die Sprecherin des Verkehrsministeriums.

Somit fehlen zwar nur noch 3,9 von 32 Kilometern zwischen Wismar und Schwerin für einen durchgehenden straßenbegleitenden Radweg entlang der B 106. Die dürften sich aber noch hinziehen.

Mit einer Zeitangabe tut sich das Ministerium schwer. Es sei nicht abzusehen, wie lange das Planrechtsverfahren und die Abstimmungen mit der Naturschutzbehörde des Kreises dauern werden und ob eventuell ein gesondertes Planrechtsverfahren erforderlich sein wird. Renate Gundlach: „Die Dauer von Planfeststellungsverfahren variiert stark. Deshalb können wir keinen Baubeginn nennen und uns demzufolge auch nicht auf einen Fertigstellungstermin festlegen.“

Rad-Demo

Am 7. Oktober findet eine Fahrraddemo für den Radweg an der L 031 zwischen Ventschow und Warin statt. Die Demo wird als Sternfahrt organisiert.

Treff in Wismar ist am Sonnabend um 13 Uhr an der Ostseite des

Rathauses. ADFC-Mitglieder und

Interessierte radeln bis Jesendorf. Vor der Jesendorfer Kirche beginnt die richtige Demofahrt um 14.30 Uhr, die dann in Neuhof mit einer Festveranstaltung und Podiumsgesprächen endet.

Metropolregion prüft Radschnellweg

Die Metropolregion Hamburg untersucht acht Radschnellwege. Die Förderung einer Machbarkeitsstudie wurde im September beschlossen. Einer dieser Radwege ist der 32 Kilometer lange Abschnitt von Schwerin nach Wismar. Eine gute Sache, allerdings fehlen Ende des Jahres nur noch 3,9 Kilometer. Ein Widerspruch?

Aus Sicht des Schweriner Verkehrsministeriums nicht. Mit dem Teilprojekt „Radschnellweg Wismar – Schwerin“ sei Mecklenburg-Vorpommern mit einem beispielhaften Abschnitt im ländlichen Raum vertreten.

Sprecherin Renate Gundlach: „Die Machbarkeitsstudie soll grundsätzliche Erkenntnisse erbringen. Der in den kommenden Jahren fertigzustellende Radweg an der B 106 ist unabhängig davon zu sehen.

Aufgrund des bestehenden Radweges an der B 106 zwischen Schwerin und Wismar muss genau geprüft werden, ob ein (weiterer) Radschnellweg in dieser Relation erforderlich ist. Auch dazu könnte die Machbarkeitsstudie Ergebnisse liefern.“ In einer Mitteilung der Metropolregion heißt es: „Mit knapp einer Million Euro unterstützt die Metropolregion Hamburg Machbarkeitsstudien für acht potenzielle Radschnellwege.“

Die acht Radwege, zum Beispiel von Lüneburg bis Hamburg und von Bad Schwartau durch die Lübecker Innenstadt bis Groß Grönau, sind insgesamt 275 Kilometer lang. „Wenn wir einen Beitrag zu sauberer Luft und weniger Staus leisten wollen, führt auch am Fahrrad kein Weg vorbei. Das gilt für die Metropolregion genauso wie für Hamburg. Dafür brauchen Pendler gute Verkehrswege“, so Hamburgs Verkehrs- Staatsrat Andreas Rieckhoff. Heiko Hoffmann

Heiko Hoffmann

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