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Nordwestmecklenburg Neues Café bietet am Wochenende viele Leckereien
Lokales Nordwestmecklenburg Neues Café bietet am Wochenende viele Leckereien
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20:37 31.08.2017
Acht bis neun verschiedene Kuchen und Torten backt Christine Behnke für die drei Tage, an denen das Bössower Café geöffnet ist. Quelle: Foto: Karl-Ernst Schmidt

Schwarzwälder-Kirsch-, Marzipan- oder Quark-Torte – die Auswahl an leckerem Gebäck im „Behnkes Café Schün“ in Bössow ist groß. Vor knapp einem Monat hat der Laden am südlichen Ortseingang seinen Betrieb aufgenommen. „Und wir nehmen langsam Fahrt auf“, sagt Christine Behnke. Die 60-Jährige hat zusammen mit ihrem Mann Volker das Abenteuer gewagt und über Jahre eine alte Scheune auf dem eigenen Grundstück zum Café umgebaut. Nun können Einheimische und Gäste von außerhalb von Freitag bis Sonntag (jeweils 14 bis 18 Uhr) im neuen Bössower Lokal einkehren. „An den drei Tagen gibt es acht bis neun verschiedene Torten und jeden Tag ein anderes Angebot“, erzählt Christine Behnke. Alles selbst gebacken, versteht sich. Der Hit bei den Gästen sei die „Hannchen-Jensen“, eine Baiser-Himbeer-Torte. Aber auch die selbstgemachte Marmelade ist beliebt.

Familie Behnke hat im Ort ein Lokal eröffnet, in dem es Selbstgebackenes gibt.

Sieben Jahre lang haben die Behnkes für den aufwendigen Umbau gebraucht. Die knapp 200 Quadratmeter große Scheune stand seit der Wende leer und musste grundsaniert werden. „Wir wollten sie effektiv nutzen“, erklärt Volker Behnke. Also setzten sie die Idee eines Cafés in die Tat um. „Ich habe schon immer gern gebacken“, erklärt Ehefrau Christine. Ab Donnerstagnachmittag steht sie nun regelmäßig in der Küche und bereitet die Produkte für das Wochenende vor. Unterstützt wird die gelernte Betriebswirtin bei der Arbeit am Backofen von der jüngsten Tochter Kristina, die sich in Stellshagen im gastronomischen Bereich hat ausbilden lassen. „Es war für uns ein Sprung ins kalte Wasser. Aber ganz ohne Erfahrung wollten wir die Sache dann doch nicht angehen“, erzählt das Ehepaar.

Das Café bietet jetzt Platz für etwa 35 Gäste im Innenbereich sowie 30 Gäste auf der Außenterasse und kann auch für Feierlichkeiten genutzt werden. Die Erweiterung als Lesecafé in der oberen Etage ist in Arbeit.

Mit dem Namen Behnke verbinden die Menschen im Ort und der Umgebung schon über 25 Jahre die Heizungsbaufirma von Ehemann Volker. Der 63-Jährige ist ein Original des Ortes und aktuell auch stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Warnow, zu der Bössow mittlerweile gehört. Nur knapp drei Jahre seines Lebens hat er nicht im idyllischen Bauerndorf gewohnt. Von 1977 bis 1980 lebte er zusammen mit Frau Christine in Dorf Mecklenburg. Dann kehrten beide zurück nach Bössow. „Hier sind meine Wurzeln, hier ist meine Heimat“, sagt Volker Behnke. Er und seine Gattin – eine gebürtige Warnowerin – bezeichnen sich selbst als absolute Landmenschen. Was sie an Bössow deshalb besonders schätzen? „In diesem Dorf ist der Ursprung noch erhalten. Der Ort ist nicht so zersiedelt wie viele andere.“ Das Grundstück an der Feldstraße, auf dem das Ehepaar heute lebt, ist schon lange im Familienbesitz. Im Jahr 1912 hat der Urgroßvater von Volker Behnke das damals knapp vier Hektar große Gelände gekauft. „Es war eine Büttnerei“, erzählt der Heizungsbauer. Der damals als Hauptvogt beschäftigte Vorfahre betrieb auf dem Gelände auch ein wenig Landwirtschaft. Auch heute halten die Bahnkes zehn Rinder. „Bis 1900 hat es hier sogar noch eine funktionierende Wassermühle gegeben“, erzählt der Hausherr. Der angrenzende Bachlauf wurde später umgelegt. Heute markiert der Thorstorfer Bach die Grenze zwischen Bössow und Thorstorf.

Daniel Heidmann

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