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Nordwestmecklenburg Neues Leben in Klützer Mühle
Lokales Nordwestmecklenburg Neues Leben in Klützer Mühle
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20:10 08.08.2018
Klütz

Allein die Aussicht macht Appetit. Durch die Fenster der Klützer Mühle reicht der Blick kilometerweit über die Felder der Region. Und während die Sonne den Horizont in ein faszinierendes Farbenspiel taucht, wandert der Blick durch die alte Mühle, die Manuela Homuth-Weilepp und ihr Mann Thomas Weilepp wieder zum Leben erweckt haben. Mit viel Liebe, Arbeit und einer herausragenden Küche. Die Mühle war bereits zu DDR-Zeiten ein Restaurant, hier einen Platz zu bekommen, war Glückssache. Renoviert hatten die Klützer ihr Kleinod übrigens in Eigenleistung. Entsprechend stolz sind sie auf ihr Markenzeichen.

Doch nach der Wende folgte eine wechselhafte Geschichte, die schließlich 2014 mit der Schließung endete. 2017 hat das Ehepaar die Mühle gekauft, saniert und ihr nicht nur neues Leben eingehaucht, sondern auch dafür gesorgt, dass die Klützer Mühle wieder eine der Top-Adressen für einen gemütlichen Abend ist – kulinarisch und historisch. Denn wie gesagt, die Aussicht ist einfach phänomenal. Bis 1901 stand an dieser Stelle eine Erdholländermühle, die abbrannte. 1904 wurde die heutige Mühle errichtet, die bis Anfang der 1970er Jahre als solche genutzt wurde. Nach etlichen Jahren Leerstand begann die Ära des Restaurantbetriebes. Inzwischen knüpft das Besitzer-Ehepaar an diese Tradition an. Mit dem Ziel, das Klützer Wahrzeichen für die Zukunft zu erhalten. Die ersten Eindrücke nach der Wiedereröffnung in diesem Jahr sind schlichtweg beeindruckend.

Ähnliches lässt sich übrigens über die Vorspeise sagen. Das Matjestartar ist wunderbar angerichtet, vielleicht etwas zu üppig. Aber der Fisch ist genauso frisch wie die Apfelstücke und die klein geschnittenen Zwiebeln, die dem Gericht eine angenehme Frische verleihen. Alles in allem, ein sehr gelungener Auftakt in einem einmaligen Ambiente. Und genauso geht es weiter. Die Hauptspeise ist ein Kasseler Gulasch mit Rotweinsoße und Thymiankartoffeln. Klingt ungewöhnlich für Mecklenburg, ist es vielleicht auch. Aber es schmeckt einfach klasse. Die Soße ist ein Gedicht und das Fleisch wirklich zart, der Riesling dazu mag Feinschmeckern vielleicht unpassend erscheinen, aber es schmeckt. Und obwohl das Restaurant inklusive der Außentische voll besetzt ist, klappt der Service. Die Wartezeit liegt im Rahmen, das Personal ist professionell, freundlich und trotz der tropischen Hitze, die an diesem Abend herrscht, herrlich entspannt.

Die Gäste, das lässt sich zumindest aus den Nummernschildern auf dem Parkplatz ablesen, sind vor allem Urlauber, die den Hinweisschildern gefolgt sind.

M. Prochnow

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