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Nordwestmecklenburg Neuseeländer besuchten Museum
Lokales Nordwestmecklenburg Neuseeländer besuchten Museum
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00:00 30.10.2012
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Nordwestmecklenburg

Eine kalte Brise weht über den Denkmalhof „Bechelsdorfer Schulzenhaus“ in Schönberg. „Alle Objekte, die keine Temperatur unter zehn Grad vertragen, müssen umgelagert werden – und die Fenster abgedichtet“, sagt Museumschef Olaf Both (33), während Mitarbeiter Klaus-Dieter Schmidt (52) vor dem Backhaus Enten rupft. Kurz vor morgigem Ende der Saison ist es dem Federvieh auf dem Gelände des traditionsreichen Denkmalhofes an den Kragen gegangen. Davon bleiben die Schafe verschont. „Sie müssen auch im Winter versorgt werden“, sagt Olaf Both. 1350 Frauen, Männer und Kinder haben nach seiner Auskunft in diesem Jahr den Denkmalhof am westlichen Stadtrand von Schönberg besucht. „Mit dem Haupthaus zusammen liegen wir bei 3000“, sagt Both. Er arbeitet sowohl im Freilichtmuseum in der Johann-Boye-Straße als auch in einer ehemaligen Schule am Kirchplatz, in der das Museum seit 1932 untergebracht ist.

Die aktuellen Besucherzahlen liegen auf dem Niveau von 2011, das wiederum die Ergebnisse der beiden Vorjahre, als der umstrittene Kommunalpolitiker Dennis Klüver das Museum in Schönberg leitete, deutlich übertraf.

Ist Olaf Both mit den aktuellen Besucherzahlen zufrieden? Er antwortet: „Ja, viel mehr ist auch nicht zu leisten.“ Die meisten Besucher nehmen an Führungen teil.

Dass unter den Gästen des weit über Nordwestmecklenburg hinaus bekannten Volkskundemuseums zahlreiche Schulklassen sind, zeigt sich auch in der Verkaufsbilanz der Karten: Es wurden mehr zum ermäßigten Preis ausgegeben als zum regulären. Am weitesten gereist in diesem Jahr: eine Besuchergruppe aus Neuseeland. „Sie hatten sich extra für das Museum angemeldet, weil ihre Vorfahren von hier kamen“, berichtet Olaf Both.

Aus dem Vollen schöpfen kann das Museum weder finanziell noch personell. Der Leiter ist über jede Unterstützung froh. Er sagt: „Auf dem Schulzenhof haben wir zwei Ehrenamtliche. Ohne ihre Hilfe würde vieles hier nicht stattfinden können.“ Die Hilfe kommt von Helga David aus Klein Siemz und von Peter Wuttke aus Schönberg.

Der Denkmalhof war in diesem Jahr auch Schauplatz eines Museumsfestes und monatlicher Backtage. Im Schulzenhof trafen sich zudem Paare zur Trauung, die Interessengemeinschaft Bauernhaus und eine Wandergruppe namens „Plattdütsche Feldflüchters“. Wann die Stube des Schulzenhauses, wie geplant, renoviert wird, steht noch nicht fest. Kosten: rund 9000 Euro.

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