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Nordwestmecklenburg Noch nicht in Lübeck: Prettl-Mitarbeiter verhandeln noch
Lokales Nordwestmecklenburg Noch nicht in Lübeck: Prettl-Mitarbeiter verhandeln noch
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18:15 14.09.2016

Eigentlich sollte noch in diesem Monat der Grevesmühlener Standort von Prettl Electronic Lübeck im Grünen Weg geschlossen werden. So zumindest war es im Februar dieses Jahres im Rahmen des Verkaufs von ehemals Baltic Elektronik vom Sprecher der Prettl-Gruppe, Daniel Stuckert, verkündet worden.

Prettl will sich zum größten EMS-Dienstleister (Electronic Manufacturing Service) in Norddeutschland entwickeln. Aktuell soll der Jahresumsatz bei rund 50 Millionen Euro liegen.

90 Prozent der insgesamt 120 Arbeitnehmer zählenden Belegschaft in Grevesmühlen sollte übernommen werden und einen Arbeitsplatz in Lübeck erhalten. Doch nun, wie Stuckert mitteilte, verzögert sich das Ganze. „Wir hoffen, den Umzug und die Stillegung des Standortes in Grevesmühlen bis spätestens Ende des Jahres über die Bühne gebracht zu haben.“

Als Grund für die eingetretene Verzögerung gab Stuckert Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern des Grevesmühlener Betriebsteils an. Dabei geht es, so der Pressesprecher der Prettl-Gruppe weiter, nicht um strittige Fragen den Arbeitsplatz-Erhalt betreffend Von Anfang an war klar, dass Arbeitsplätze wegfallen werden. Stattdessen soll es um Tarife und die Bedingungen des Transfers nach Lübeck gehen.

Die meisten der Mitarbeiter am Standort Grevesmühlen stammen aus der Stadt und ihrer Umgebung. Der Fahrtweg nach Lübeck wird sie zusätzliche Zeit und auch Geld kosten. Daniel Friedrich von der Gewerkschaft IG Metall ist zuständig für den Bereich Lübeck-Wismar. Er wollte sich auf Anfrage der LN jedoch nicht zu den konkreten Vorgängen in Grevesmühlen äußern. Er bestätigte aber: „Ja, wir befinden uns gerade in den Verhandlungen. Ende des Monats können wir mehr sagen.“

Annett Meinke

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