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Nordwestmecklenburg Nur ein paar Dutzend Gäste beim Waterkant Open Air
Lokales Nordwestmecklenburg Nur ein paar Dutzend Gäste beim Waterkant Open Air
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20:10 01.06.2015
Trotz der wenigen Gäste beim Waterkant Open Air: Bei der Musik von „Alex im Westerwald“ konnten die Besucher gut feiern. Quelle: Nicole Hollatz
Wismar

Das ist schon traurig. Einerseits wird gemeckert, dass in Wismar zu wenig für die Jugendlichen geboten wird. Und dann ist was los und keiner kommt. Das Jugendfestival „Wismar09“ hatte am Wochenende unter dem neuen Namen „Waterkant Open Air“ seine Premiere auf einem neuen, kleineren Gelände hinter der Reithalle. Was vorher im Bürgerpark mitunter die Massen lockte — wenn auch im Durchschnitt nie so sehr, wie man es hoffen würde — holte am Wochenende kaum einen von der Couch. Zum Vergleich: 2013 kamen über 1000 Musikfans zum genialen Blockflötenpunkrock von „Mutabor“, trotz Regenwetters. Die waren am Wochenende nicht da, weder die Band noch die Menschenmassen.

Peinlich: Die Lokalmatadore „Sabine Fischmarkt“ mit ihrer wunderbar tanzbaren Mischung aus Rock, Punk und Raggae spielten vor 20 Gästen. Das war um 21 Uhr. Die Hoffnung, dass nach dem DFB Pokalfinale die Massen strömen würden, war groß. Immerhin regnete es nicht mehr. Die Kälte ließ auch die Musiker von „Alex im Westerland“ frieren. „Wir haben in Frankfurt am Main Sommer und hier ist kurz vor Weihnachten“, kommentierten die Musiker auf der Bühne. Eine recht unbekannte Band, wenn die Musik auch gut und ungewöhnlich ist. Die vier Jungs brachten zusammen, was eigentlich nicht zusammen gehört. „Die Toten Hosen“ und „Die Ärzte“ machen grundverschiedenen Punk — Fans meinen, man kann nur eine Richtung lieben. Beides zusammen gecovert auf einer Bühne, vor dem gleichen Publikum, ob das gut geht? Ging gut, dank verschiedener Sänger und eigener Interpretationen der Klassiker des Punkrocks.

Die 40, 50 Gäste, die zur Hauptband da waren, rockten, sangen mit, feierten, genossen Mond, Musik und frische Luft und zappelten sich gegen die Kälte warm. Wohlwollend könnte man das als gemütlich intimes Clubkonzert beschreiben. Ansonsten war es ein Fiasko mit der Frage, woran es gelegen haben könnte. Kein echter Knüller als Hauptband beziehungsweise Bands, die nicht jugendkonform sind? Die Termingleichheit mit Jugendweihe und Fußball? Das Wetter? Die neun Euro Eintritt? „Wir werden überlegen müssen, wie es weitergeht“, kommentierte Peter Fröhlich von der Stadtverwaltung gegen Mitternacht hinter der Bühne. Das Festival und alles drum herum wird finanziert über die Stadt und das Land, über die Jugendringe, Polizei, Präventionsrat, AWO und Sponsoren. Denn das ist das, was das Wismar09-Festival beziehungsweise „Waterkant Open Air“ von den anderen Festivals der Region unterscheidet und zu so etwas Besonderem macht. Jugendliche organisieren es. Das Kinderfest Sonntag in der Alten Reithalle riss vieles raus. Zum Glück kamen da mehr Gäste und genossen das kostenlose Spiel- und Spaßangebot als Vorgeschenk auf den Kindertag.

Nicole Hollatz

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