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Nordwestmecklenburg Nutzer zahlen künftig 1500 Euro für die Alte Reithalle
Lokales Nordwestmecklenburg Nutzer zahlen künftig 1500 Euro für die Alte Reithalle
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20:21 05.02.2016
Die Reithalle in Wismar. Quelle: Sylvia Kartheuser

Die Verwaltung hat eine Entgeltordnung für die Alte Reithalle an der Lübschen Burg vorgelegt. Danach werden Nutzer künftig etwas mehr bezahlen, wenn sie das Gebäude mit oder ohne Außenfläche mieten wollen. Für die fast 1060 Quadratmeter große Halle samt Foyer (250 m2) sind dann beispielsweise 1500 Euro zu entrichten, vorher waren es 1412 Euro.

Die Entgeltordnung wurde auf Beschluss der Bürgerschaft erarbeitet. Nachdem Wismars Stadtparlament die Alte Reithalle dem Phantechnikum nicht als Depot überlassen wollte, verlangte es nun die Entgeltordnung. Auch mit dem Ziel, den Auslastungs- und Kostendeckungsgrad zu erhöhen. Denn bislang wird die Reithalle an lediglich 19 Tagen im Jahr genutzt. So der Schnitt seit 2013.

Interessierte Veranstalter können aus fünf Nutzungsvarianten wählen: Je nach Bedarf mieten sie das Foyer, die Reithalle samt Foyer, die Reithalle mit Foyer und Außenfläche, das Foyer mit Außenfläche oder auch nur die Außenfläche hinter der Reithalle.

Bis dato hat die Stadt mit den Nutzern privatrechtliche Verträge geschlossen. Sie bezahlten für die Nutzung. Zusätzlich wurden ihnen die anfallenden Betriebskosten für Energie, Gas, Wasser und Abwasser in Rechnung gestellt.

Jetzt hat die Verwaltung einen Grundtarif für Veranstaltungstage kalkuliert. In dem sind sämtliche Nebenkosten bereits enthalten und Personalkosten für den Hausmeister und Veranstaltungstechniker wurden berücksichtigt. Neu ist außerdem ein Tarif für jeweils einen Tag, an dem ausschließlich auf- beziehungsweise abgebaut wird.

„Der neu berechnete Grundtarif für die Reithalle inklusive Nebenkosten verzeichnet gegenüber dem bisherigen Entgelt eine Preissteigerung um rund sechs Prozent“, erläutert Anja Hellwig aus dem Amt für Welterbe, Tourismus und Kultur. Mehreinnahmen sollen sich auch aus dem Tarif für Auf- und Abbautage ergeben. Dadurch könnten rund 8300 Euro mehr in die Stadtkasse fließen, wenn die Alte Reithalle in diesem Jahr so oft genutzt wie im vergangenen.

Nutzern mit anerkannter Gemeinnützigkeit wird eine 50-prozentige Ermäßigung der Tarife gewährt. Für Veranstaltungen, die im Interesse der Öffentlichkeit oder der Hansestadt liegen, kann auf Antrag das Entgelt teilweise oder ganz erlassen werden. Ist Letzteres der Fall, stellt die Stadt lediglich die Betriebskosten in Rechnung.

„Das wird bislang so gehandhabt und ist auch in anderen Entgeltordnungen der Stadt so verankert“, erklärt Anja Hellwig. „Die Entgeltordnung bietet gewisse Spielräume“, bestätigt Senator Michael Berkhahn (CDU). „Wir können sie nach einem halben Jahr evaluieren und nachbessern.“ Theresa Eberlein, Leiterin des Theaters und der Veranstaltungszentrale, hatte angemerkt, dass die von der Bürgerschaft vorgegebene Drei-Monats-Frist zur Erstellung der Entgeltordnung zu knapp war. „Bei mehr Zeit hätten wir geprüft, ob noch andere Raumgrößen kombiniert werden können und weitere Nutzungsmodule möglich sind.“

Derzeit würden Gespräche mit externen Partnern laufen, wie die Reithalle häufiger genutzt werden kann, informierte Anja Hellwig. Wegen des benachbarten Wohngebiets ist die Nutzung allerdings für Musikveranstaltungen stark eingeschränkt. Ein Grund, weshalb die beliebten Tanzveranstaltungen nicht häufiger stattfinden können.

Der Bildungs- und Kulturausschuss sowie der Verwaltungsausschuss der Bürgerschaft haben sich mit der Entgeltordnung für die Alte Reithalle befasst. Beide Ausschüsse empfehlen dem Stadtparlament einstimmig, die Entgeltordnung am 25. Februar zu beschließen. Dann tritt sie am 1. März in Kraft.

Haike Werfel

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